[58] Geschafft 30.01.2003
|
Sanierung der Route 'Pessimist' am Roten Fels durchgeführt. | |
[57] Sanierungsstatement 17.01.2003
|
Die Punkte des "Gemeinsamen Sanierungsstatement der IG Klettern Frankenjura und des DAV/Sektion Erlangen"brauchen wirklich nicht groß kommentiert werden, sie sind schlicht eine exakte Bestätigung dessen, was die 'Betonkopfliga' rund um Löw, Thum und des subtilen Hintergrundregisseurs Jürgen Kollert ohnehin schon die ganze Zeit intendiert und propagiert haben... Worüber haben die eigentlich diskutiert?? Muss erst das Lexikon zur Definition einer 'Diskussion' bemüht werden.... aber lassen wir das, die wenigen Anwesenden der "Zeitgeistkletterer" müssen für Ihren Mut und Optimismus gewürdigt werden, ich jedenfalls war froh, mir den Weg nach Meisel/Kalchreuth gespart zu haben. Aber eins noch:bohren tu ich doch weiterhin, findet die Haken und flext mal schön... | |
|
18.01.2003
|
Aber du kommentiertst es doch; und zwar:1. Anonym 2. Ohne dagewesen zu sein 3. In einer unqualifizierten Art Denk mal darüber nach ;-) |
|
|
20.01.2003
|
Richtig Bruno,wer anonym kommentiert, offenbar keine Lust hatte sich persönlich nach Kalchreuth zu bemühen, wie wohl fast alle der ach so großen Fraktion der "Plaisirkletterer" (wobei sicher mehr als die Hälfte der in den Känelschen Plaisirführern enthaltenen Touren schlechter als die Meisten im Fränkischen abgesichert sind, man denke nur ans Val di Mello), der hat es nicht verdient ernstgenommen zu werden. "Zeitgeistkletterer" ist natürlich eine köstliche Anmaßung, denn den gibt der mutige Anonyme sicher nicht wieder, außer vielleicht was sein nicht vorhandenes Rückgrat betrifft persönlich für etwas einzustehen... Tatsächlich haben wir's doch hier mit frustrierten Stänkerern zu tun, die offenbar kommunikationsunfähig sind. Die ignorieren, dass doch eh alles in ihrem Sinne läuft (fast alle neuen Felsen der letzten Jahre sind top abgesichert, immer mehr ältere Touren werden im Konsens entschärft), und statt dessen ernstlich verlangen alle Routen in Ihre Form zu pressen und dies ohne Nachfrage bei irgend jemand selbst nach belieben tun wollen, die akzeptiert werden wollen, aber die anderen nicht akzeptieren, die ein fast vollständiges Votum bei einer offenen Versammlung nicht hinnehmen möchten, also verlangen, dass sich weit über 90 % der Anwesenden gegen die eigene Überzeugung nach Ihnen richtet, kurz und gut, die eigentlich ein Fall für die Couch eines Psychoanalytikers sind. Also Anonymer Spaßvogel, den Betonkopf steck Dir mal selber an die Brust. |
|
|
21.01.2003
|
Da kann ich Eric Barnert nur unterstützen und ich denke damit ist alles gesagt. Hans Hilti, las doch bitte Deinen Bohrer zu Hause stecken und versuchs mal mit Toleranz und dem Versuch Andersdenkende zu verstehen. Danke! |
|
|
31.01.2003
|
D´accord, den 3 Antworten auf Mr. Anonymus ist nichts hinzuzufügen. Jo Fischer |
|
[56] R(o?)utensanierung im Frankenland 28.11.2002
|
Bin nur kurz zu Gast im Lande, habe Eure heisse Diskussion verfolgt. Dabei fällt mir nur folgendes ein. Grüsse von Marietta:Neulich bei der Schwafelrunde – SchauspielSchauplatz: Mittelalterliche Trutzburg, Sitz der Götter und Helden der Felsen, Altar der Verehrung, nur über eine 20 m hohe, fast senkrechte Steinwand zu erreichen; per königlichem Erlass sind nur 3 Haken eingelassen. Götter und andere Personen: Hinz: gottähnlicher Heldenkönig, Tyrann – leicht verknittert Die Altvorderen: noch gottähnlichere Idole – total verknittert Die toten Helden: tot Kunz: Sheriff, Hinzens ergebener Erfüllungsgehilfe Robin: Edelmann, Medikus, später geächtet, verkanntes Genie, Prophet Gitti: Burgfräulein von edler Gesinnung Gatti: Fräulein Gitti versprochen, Fürst benachbarter Ländereien Ulli: Hofnarr und gefürchtetes Schandmaul, heimlicher Sympathisant des Geächteten Bruder Fonso: gläubiger Mönch, Hoffnungsträger, Mitstreiter aus dem Abendland Das Schauspiel Zur Burg des Tyrannen Hinz sich beeilt, Robin – Bohrer und Kleber in Händen. Die Haken war’n schnell in den Wänden, in des Sheriffs Kerker Robin nun weilt. Kunz rennt zum König in wütendem Trab: „Mein Held! Ein Delikt! Denn es staken, wo drei nur erlaubt, nun fünf weitere Haken!“ Hinz voller Wut: „Hau’ sie alle ab!“ Kunz rastet keine Sekunde, Hinz rastet aus, rast zum Kerker; „Was wolltest Du mit der Hilti, sprich!“ wird Robin befragt vom Wüterich. „Die Wand von der Tücke befreien?!“ „Das sollst Du am Kreuze bereuen! Mit dem heutigen Tag sei Dein Ruf ruiniert, ohne Recht auf den Himmel der Helden. Die Strafe der Ächtung Dir nun passiert – nie mehr sollst zu Wort Du Dich melden!“ Der Altvorderen Stimme im Hintergrund grollt: „An den Galgen mit ihm! Ein so ein Unhold! Er weiß wohl noch nicht, was sich geziemt? So die Peitsche für ihn! Er hat es verdient! Nie sollst Du der Götter Gesetze missachten! Sollst nie nach besseren Haken trachten! Die Taten der Helden sollst Du nicht schmälert! Ein Held fühlt noch im Grabe sich stählern! Auch will grollen in seinem Gedärme, des Stolzes ewig fackelnde Wärme. Ein leuchtender Pfad von Härte und Mut soll ewig bleiben das gültigste Gut!“ Die Nachricht hat im Schloss die Runde gemacht. Ulli, der Hofnarr eilt schnarrend herbei: „Ihr Herrscher der Felsen, mir sträubt sich der Nacken, ich habe gehört von den dreisten Hacken. Mein Held, mein König, zeigt mir den Täter, ich schneid’ ihn in Stücke – und ab in den Bräter! Der Kerl vermasselt der Götter Turen, haut in den Felsen tiefe Spuren. Durch diese Tat – oh, ich verblute – entstand ein Schaden an Eurer Rute!“ Ulli gerät richtig in Fahrt, bestätigt durch zustimmendes Murmeln Kunzens. Und Ulli, der Narr, im Kreise jetzt springt, singend ein hämisches Liedchen vorbringt: „Hände ab und Füße auch, dies, so will’s der alte Brauch, soll die Strafe sein für solche ehrlos, gottlos bösen Strolche! Jeder abgeschlag’ne Haxen lässt der Götter Ruhm anwachsen. Keinen Raum hat vor dem Thron auch die kleinste Rebellion!“ Weit entfernte, eindringliche Stimmen ertönen, das Volk voller Entsetzen: „Der Heldengräber Ruhe ist gestört! Die bleichen Knochen haben es gehört! Sie schütteln sich klappernd in modriger Gruft! Aus dem Leben mit ihm, dem schamlosen Schuft!“ Sheriff Kunz, nach getaner Arbeit, erscheint wieder bei Hofe, in Hinzens Gemach: „Oh Hinz, mein Held, es ist vollbracht, ich sägte, dass die Schwarte kracht. Ich drehte, haute, flexte, riss – (ein Vöglein auf mein Hirn mir schiss!) Doch weil ich’s tat zu Deinen Ehren, will ich mich nicht bei Dir beschweren.“ Szenenwechsel, die erste Protestwelle ist vorübergeschwappt, Blick ins Verlies zu Robin, der bleich in seiner Zelle sitzt. „Ich, ein braver Medikus muss erkennen mit Verdruss, dass meinen edlen Hilfeplan ich nun nicht ausführen kann. Ich glaubte, mit mehr Sicherheit, bliebe für Heldenverehrung mehr Zeit. Sind starke Haken in den Wänden, kann man beten mit den Händen. Und für einen Heldverehrer wird die Ehrung ungleich schwerer, wenn sein Idol mit harter Hand fordert ein zu teures Pfand. Der Held eines Volkes, wenn er es verstößt, - so weiß die Legende – sich selbst entblößt. Nacht bricht herein, plötzlich hört er Schritte vor seiner Zelle. Fräulein Gitti, ihr Herz war erweicht, des Nachts zu Robins Verlies sich schleicht. „Du edler Mann von rechter Gesinnung, lass mich ein Teil sein von Deiner Innung. Doch schweige still, sonst ist gewiss, dass dies mein letzter Abend is’!“ Ein Schwur in der Nacht besiegelt die Pläne, zusammenzurufen gilt es die Mannen. In der Not der Eile fließt eine Träne, Fräulein Gitti hastet von dannen. Und die Sonne erscheint wie ein böser Traum, ihr folgt alsdann die Angst und das Graun’, denn dem Henker muss nun in die Augen man schaun’ - da betritt Bruder Fonso den Raum. Mit mildem Gebaren und freundlichem Blick nimmt den Verurteilten er an die Hand, geht hin zum Fenster mit diesem ein Stück, und lenkt seine Augen hinaus aufs Land. Darob erscheinen in reicher Zahl Geächtete am Horizont, geführt von Frau Gitti mit drohender Faust. Gegen die Götter stürmt an die Front – ihr Weg führt dorthin, wo Verknitterung haust. Ein wildes Gemetzel entzündet sich bald, Herr Gatti ruft aus: „Kämpft, Ihr Retter!“ Im ganzen Land nun das Kriegsgeschrei hallt. Wer zwingt nun wen auf die Bretter? Ein offener Kampf – wie wird er enden? Kann man das Kriegsbeil begraben? Wird Robin weiterhin Haken spenden? Wird Kunz sie erneut abschaben? Man wird hören ... |
|
[55] Schauertaler Ostwand saniert 24.11.2002
|
An den paar regenfreien Tagen im Okt./Nov. habe ich die Schauertaler Ostwand saniert. Die drei ca. 30 m langen Routen sind jetzt komplett mit Bühlerhaken und Umlenkern ausgestattet. Bei der Route 1, dem Michael-Schober-Ged.-Weg, 7-/7, kam noch die "Schauer-Variante" rechts um den Überhang dazu, die noch von mir projektiert wird. Bei der Route 2, Sepp-Rammes-Ged.-Weg handelt es sich um einen interessanten 7+ Quergang, der sich über das ganze Massiv zieht. Bei der Route 3, Bandwurm 8/8+, handelt es sich um eine anspruchsvolle kleingriffige Wandkletterei, erstbegangen von Günter Geier, anfang der 90er. Achtung: Da man von einem Podest startet und die Wand konstant überhängt, muß man mit einem 60m-Seil aufpassen, daß man beim Ablassen/Abseilen wieder auf dem Einstiegspodest landet. Besser ist ein 70m-Seil. |
|
[54] Hohe Nase 20.10.2002
|
Im Alten Weg 2H erneuert und Umlenkung gebastelt.Ablasshöhe 32 m. (Neuer Zustieg über 3H in Fallienie der Kassette).Der alte Zustieg ist -wie im Kletterführer beschrieben-sehr brüchig und nicht empfehlenswert. | |
|
08.11.2002
|
Dem Kommentar von Bernhard Seidel unter climbing.de 'Hohe Nase' jetzt auch eine Kletterhalle bedarf es aus Objektivitätsgründen einer Anmerkung Hallo Bernhard 1.Hier habe ich mit keinen 20-30 Haken Routen saniert. Wer mich kennt,kennt auch meine Einstellung von Routensanierungen. Ich habe lediglich 4 Rostis gegen 4 Bühler ausgetauscht.Der' Alte Weg' erhielt einer Verlängerung mit einer Umlenkung.Der Abenteuercharakter hat sich zwar in Punkto alte Gurken verändert, aber Du kannst ja die alten Haken einhängen,die sind noch drin,-bis auf einen, der kam mir bei der Sanierung entgegen-. Sei doch froh, daß jemand das 40Jahre alte Zeug austauscht. 2. Zum 'Alten Weg' gibt es eine Einstiegsvariante über festen Fels in Fallinie der Verschneidung. Der 'Alte' Zustieg existiert noch mit all seinen2 Haken. Abenteuerlich,verwachsen,dreckig,brüchig ....(Wer's moch). 3. Die restlichen 40 Haken wurden in 4 neuen Wegen verwendet.Auf 35 m Klettermeter 10 Haken.(Da gibt es sowieso wieder lauteStimmen über die dürtftige Absicherung) Die neuen Wege beinträchtigren in Punkto Routendichte weder die alten Touren noch stellen sie eine Resterschließung dar.Auf sowas habe ich mich noch nie eingelassen. Dasü berlasse ich den 'Anderen' 4. Am Einstieg hängt schon immer eine Holztafel: Kletterwand 'Hohe Nase'.Bis dato gibt es kein offizielles Kletterkonzept.Das wird erst im Frühjahr ' rechtskräftig'. Aber die Hohe Nase ist ja trotzdem in Zone 3 eingeteilt worden:-)Also wieso die Aufregung.?? Einerseits werden neue Felserschließungen kritisiert,andererseits soll sich das Erschließen auf bestehen Kletterwände beschränken. In den Wandbüchern gabs so gut wie keine Einträge. Alle 2 Jahre mal einer (oder gar keiner).Und da faselst Du von aussterbende Rasse Abenteuerkletterer.(Gehören wir zwei eh schon an) Hast recht. Ich meine aber, daß der Rotpunktgedanke im FJ Einzug hielt, und die vergammelten Technos dort uninteressant wurden.Aber deswegen neue Rotpunktwege daneben verurteilen?? Bist Du so konservativ? Da stört mich das gammlige 5 Meter Fixseil schon mehr,als die neuen Haken 5.Selbstherrlich finde ich, das Du die neue Routen an dieser Wand zu verurteilst, aber selber mit dem MTB Wanderer dieser vielbegangenen Promenade zur Seite scheuchen.Aber sicherlich steigst Du ja an eien Sonntag hier 100 x ab. Da frag ich mich, was besser bei den Luftkurgästen ankommt. So ein schneidiger wettergegerbter Abenteuerkletterer in splittrigem Fels (wers glaubt)o der ein MTBer mit seinen neonbunten Leggins und dem Fully unterm Arsch und das auf einen Pfad mit 2m Breite. Stefan Löw |
|
|
12.11.2002
|
Hallo Berhard!Sicherlich ist mittlerweile allen bekannt, daß Stefan nicht gerade mein bester Freund ist! Aber hier muß ich ihn doch mal unterstützen!Er hat in allen Punkten recht! Vor kurzem waren wir an der Hohen Nase, weil wir ebenfalls einige Neutouren dort einbohren wollten. Stefan kam uns leider oder vielleicht auch Gott sei Dank zuvor. Die Linien sehen allesamt schön aus und ich bin schon gespannt auf die Touren. Die Sanierungen die Stefan durchführt sind normalerweise alle durchdacht und sinnvoll. (mal abgesehen von einigen falsch plazierten Haken, was passieren kann, aber dann auch wie schon so oft diskutiert, geändert werden sollte!) Deine Meinung in Bezug auf die Hohe Nase kann ich nicht verstehen, daß ist wiedermal voll daneben! Die alten "Abenteuerwege" existieren immer noch, aber wahrscheinlich bist Du nicht mehr Abenteuerlustig genug um sie zu klettern. Wie sonst erklären sich kein Eintrag im Tourenbuch oder keine Begehungsspuren, wie im übrigen an vielen "Abenteuerfelsen" in der Fränkischen. |
|
|
28.11.2002
|
welcher Kommentar vom Bernhard? kann mich mal jmd bitte aufklären? aktuell ist auf der climbing.de Frankenjura DB kein Kommentar zu finden. | |
[53] schloßzwergwand / Dany de Vito? 11.10.2002
|
Das letzte Plättchen hat sich irgendwie verkeilt und schaute im September 02 nach oben. Die Umlenkung besteht nur aus'm zerdengelten Plättchen mit Karabiner. | |
[52] Steinschlag Ausgabe 3/02 10.10.2002
|
Steinschlagkommentare Ausgabe 3/02Mit Interesse habe ich die neuesten Kommentare im Steinschlag der IG-Klettern, Frankenjura gelesen. Da die Diskussionen in den einschlägigen Foren eingeschlafen sind und auch wir schon lange müde sind, mit ein und denselben Leuten, die von ihrer Meinung keinen Millimeter abrücken zu diskutieren möchte ich nun doch einmal zu den Vorwürfen Stellung nehmen und einiges über meine Person ins rechte Licht rücken: 1.)Im Jahre 1980 durfte ich mit meiner Familie zum erstenmal an der Walberla klettern. Ich glaube sagen zu können, dass ich das Frankenjura mit allen seinen Vorzügen und Nachteilen sehr gut kenne. 2.)Von diesem Zeitpunkt an unternahm ich regelmäßig zuerst mit Familie, dann selbstständig, meist als Seilerster, alpine Touren. Bis heute kann ich voll Stolz behaupten die größten bedeutendsten Alpenwände durchstiegen zu haben (bis auf weinige Ausnahmen, die hoffentlich noch folgen). Darunter etliche Klassiker von denen die meisten nicht einmal zu träumen wagen, geschweige denn sie in ihrem beschränkten fränkischen Kletterleben jemals klettern werden. Als Training dazu waren damals die heimischen Felsen im Odenwald, sowie am Wochenende in der Fränkischen gerade recht. 3.)1990 verlegte ich mangels Partner für alpine Touren meine Aktivitäten mehr und mehr in den Bereich Sportklettern. Ich hatte die Gelegenheit, die meisten der renommierten und bekannten Sportklettergebiete in Europa und den USA zu bereisen. Mir wurde schnell klar, dass mir meine alpinen Lehrjahre für das Sportklettern eher hinderlich sein sollten, im Frankenjura oder den USA, wo eine Absicherung zuweilen selbst anzubringen ist, aber sehr nützlich wurden. Unter Sportklettergesichtspunkten eine eher fragwürdige Angelegenheit, da ich doch versuchte, mein Können zu steigern und mich nicht mit psychologischen Dingen oder der Gefährdung meiner Gesundheit beim Sportklettern zu beschäftigen, was leider in den Anfängen allzu oft durch falsch platzierte oder nicht existente Haken passierte. 4.)Als ich dann meine heutige Lebensgefährtin Nicole kennen lernte, die ihrerseits einige alpine Erstbegehungen auf ihrem Konto hatte, von denen neuerdings auch eine in einen Dolomitenauswahlführer Eingang gefunden hat, konnten wir nun wieder größere alpine Ziele verwirklichen. Mir muss somit keiner etwas von Alpen, Klemmkeilen, psychologisch anspruchsvollen oder schlecht gesicherten Touren an alten rostigen Normalhaken erzählen. Ich kenne die Vergangenheit und auch die Gegenwart im Frankenjura und in den Alpen (die im übrigen gerade recht großzügig zum Unwillen Vieler saniert werden). 5.)Zum Thema Kletterhallen möchte ich nur kurz erwähnen, dass ich nicht oft, und das nur in den Anfängen aus Neugier, am Plastik gewesen bin, da mir das Ambiente dort nicht gerade zusagt. 6.)Auch wenn mir bewusst war, als Ausländer unter den Franken zu gelten zog ich es vor hierher zu ziehen um mir den Wochenendfahrstress zu ersparen. Als Zugereister bin ich deshalb doppelt Stolz, dass meine eingebohrten Touren wohl mittlerweile zu den viel bekletterten zählen – warum wohl? Meine einzigen Forderungen an die Akkorderstbegeher und Sportbohrer des Frankenjuras lautete: ·Absicherung von Schlüsselstellen unterm ersten Haken, die nicht in Absprunghöhe liegen. ·Zwischenhaken müssen, wie auch in anderen Gebieten üblich, vernünftig platziert sein. ·Nach oben hin sind durchaus weitere Abstände tolerierbar, sofern sie in sturzfreundlichem Gelände sind und nicht zu Verletzungen führen können. (Bänder etc.) Es ist gut, dass es im Frankenjura alle Spielformen des (Sport)Kletterspektrums gibt und diese auch erhalten werden, aber gesundheitsgefährdende Einstiege oder schlecht zu clippende Haken (die es mittlerweile in einer Vielzahl gibt und lediglich von 2-3 Kaputtbohrern willkürlich gesetzt werden) SOLLTEN in Zeiten von Hilti + Co. der Vergangenheit angehören. Diejenigen, die sich hier vehement gegen sicheres Klettern aussprechen schaden dem Klettersport und unserer „sozialen“? Gesellschaft. Aber wie früher schon wird sich hier die Geschichte wiederholen..... Volker Roth |
|
|
14.10.2002
|
Sorry Volker, aber ich habe in _keinem_ der Beiträge jemanden entdeckt, der sich gegen sicheres Klettern ausspricht! Nur ist für die einen "sicheres Klettern" das durchklippen von Bohrhakenleitern, für die anderen die sichere Beurteilung des eigenen Klettervermögens (für mich auch!). Außerdem ist die ganze Diskussion wohl deshalb eingeschlafen, weil Ihr immer noch nicht die einzige fundamentale Frage beantwortet habt um die es hier eigentlich geht: Wollt Ihr Routen "nachsanieren" _ohne_ den Erstbegeher zu fragen? Thorsten (Softmover und Oberschisser) |
|
|
14.10.2002
|
Hallo Thorsten,Grundsätzlich hast Du recht. Der Erstbegeher sollte sein Einverständnis geben. Im Falle der Tüchersfelder Wand habe wir uns dafür auch bei S. Löw entschuldigt. Im Fall Moritzer Turm wurde S. Haase von der IG gefragt, was er natütlich abstreitet um keinen Ärger mit seinen Traditionalisten zu bekommen. In diesem speziellen Fall würdest Du im Falle eines Sturzes vorm 2. Haken auf den Boden krachen. Hier bestand also dringed Handlungsbedarf, selbst wenn der Erstbegeher nicht ausfindig gemacht werden konnte. Wortlaut S. Haase: "Dieser klettert meines Wissens schon lange nicht mehr". Also stand aus meiner Sicht dem Anbringen eines zusätzlichen Hakens nichts mehr im Wege. Haben wir damit die Fränkische zugebohrt??? Volker Roth |
|
|
14.10.2002
|
Anmerkungen zum Steinschlag 3/02Liebe Klettergemeinde! Eigentlich wollte ich der ganzen Diskussion nichts mehr hinzufügen. Da sich in der vorigen Ausgabe jedoch viele renommierte Persönlichkeiten die Ehre gegeben haben und wir, wie Sebastian es formuliert hat „Geschichte schreiben“, möchte ich auf verschiedene Punkte eine Antwort geben und verschiedenes richtig stellen: Editorial: Danke für die Zusammenfassung, Sebastian! Die IG jedoch sollte diese Vorkommnisse allerdings keinesfalls unkommentiert lassen, da sie als Interessen-gemeinschaft nicht nur die Interessen aller Mitglieder zu vertreten hat, sondern auch Stellung beziehen sollte. Und es gibt viele andere Meinungen, die leider nur wenig – und in diesem Heft schon gar nicht – kundgetan werden. Im übrigen ist es NICHT RICHTIG, dass wir fordern, moralisch abgesicherte Touren müssten zusätzliche Haken erhalten, sondern nur gefährliche Stellen. Das ist ein großer Unterschied! 12. Mitgliederversammlung „sonstiges“: Im Anschluss an das Ethik-Statement von Michael Müller wurde von Jürgen Kollert trefflich bemerkt: „wenn wir nicht die Meinung aller respektieren und vertreten werden viele von uns vielleicht bald alleine am Tisch sitzen“. Dies könnte schneller eintreffen als man sich vorstellt... Flexcontrol: Danke für Euren Brief, dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Hallo liebe Redaktion: Lieber Heiner! Im Deutschunterricht hattest Du früher bestimmt nur super Noten, für diesen Artikel trifft dies ebenfalls voll und ganz zu – Note 1. Mit diesem ins Lächerliche gezogenen Beitrag zeigst Du nur, dass es Dich kaum interessiert, was mit Deinem Sport im Frankenjura passiert! Obwohl ich mit Dir in einem übereinstimme: die bunten Chalkspuren und Striche, die neuerdings überall zu finden sind, zeugen weder von Intelligenz noch vom Können einiger Klettergenossen. Die Zukunft fränkischer Klassiker: Sehr geehrter Herr Bram! Es ehrt mich sehr, dass auch Sie keine Zeit und Mühen gescheut haben, auf unsere Artikel näher einzugehen. Aus der Presse und von Bekannten habe ich schon viel von Ihnen gehört und zweifle daher nicht im Geringsten an Ihrem Sachverstand, Ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die Sie in einem erfüllten Kletterleben ausreichend sammeln konnten. Bezüglich der Erfahrung im Gebirge und an großen Alpenwänden kann ich durchaus mitreden, obgleich ich auf diese Leistungen nicht stolz bin!!! Mit Ausnahme der erwähnten „Cassin“ am Badile (übrigens eine NO-Wand) waren viele der klassischen Touren haarsträubend. Aber damals, so habe ich mir sagen lassen, galt es als besondere Auszeichnung eine äußerst brüchige Wand zu durchsteigen. Heute kann ich darüber nur schmunzeln und Mitleid empfinden! Im Laufe der Jahre musste ich jedenfalls feststellen, dass viele der weniger bekannten Touren herrlichen Fels, weniger Kletterer und ebenfalls tolle Linien aufweisen. Nur konnte man sich im Dunstkreis der guten Kletterer damit wenig brüsten „nur“ die „Aste“ an der Punta Civetta und nicht die berühmt-berüchtigte „Philipp-Flamm“ oder die „Solleder“ geklettert zu haben. Im Gegensatz zu den Touren Solleders macht z.B. die Wiederholung der von Giusto Gervasutti erstbegangenen Routen richtig Spaß. Vielleicht kennen Sie sein Buch „Bergfahrten“, in dem er beschreibt, dass er sich vor allem auf die freie Erkletterung von schönen Routen konzentrierte. Das soll die in der Civetta oder am Sass Maor erbrachten Leistungen keinesfalls schmälern, aber die Touren von Gervasutti sind, nur weil sie in meist festerem Fels verlaufen, auch nicht leichter und um freies, schönes Klettern geht es doch wohl heutzutage erst recht, zumindest im Frankenjura. Der Frage, ob er auch schon auf dem Mont-Blanc gewesen sei, musste Gervasutti immer wieder gezielt ausweichen bevor er ihn schließlich über den rechten Frêneypfeiler erstmals bestieg. Die Geschichte wiederholt sich und man ist in den Augen vieler nur dann ein guter Kletterer, wenn man Eiger, Matterhorn N-Wand und Walker am besten noch in einem Sommer bezwungen hat. Dies musste auch schon Reinhard Karl während seines kurzen Arbeitslebens feststellen. Auf die Fränkische übertragen bedeutet dies Kühloch, die „Gelbe“ an der Matterhornwand, „Maria Hilf“, „Sautanz“ etc. Die Liste ließe sich von Kennern der Szene beliebig fortsetzen. Aber sind es nicht die Dummheiten unserer Leistungsgesellschaft, von der man sich immer wieder zu Taten treiben lässt, deren Ruhm schon kurz nach der vollbrachten Leistung wieder verblasst? Weiter schreibt Gervasutti über die deutschen Bergsteiger: „Das ‚Erfolgsgeheimnis’ der Deutschen liegt in ihrer Todesverachtung und der Überschätzung ihrer Kräfte. Es gibt viele, auf die das zutrifft. Man trifft selten Deutsche, denen eine große Anzahl Touren gelingt. Sie verschwinden ganz einfach von der Bildfläche, und ein anderer übernimmt ihren Platz“. Die von Ihnen geschilderten Unfälle in der Vergangenheit sollten uns doch eher dazu ermahnen, diese in der Zukunft zu verhindern, wie es Oskar Bühler mit dem ebenfalls von Ihnen geschilderten Hakensetzen versuchte, und nicht, wie von Ihnen gefordert, diese „Kunstwerke im Originalzustand |
|
|
14.10.2002
|
II.Teil - nachdem ich abgewürgt wurde.....zu belassen und nicht durch zusätzliche Haken zu verschandeln“. Hier könnte man sagen: „Never too old to die“ oder auch „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Was haben nun all die (tödlich) verunglückten Kameraden von ihren heroischen Taten und Leistungen? Dass sie von Leuten wie Ihnen heute zitiert und gewürdigt werden? Davon wird keiner mehr lebendig! Sich die Kletterfertigkeiten und das richtige Gespür für Sicherheit beim Klettern mit allem was dazu gehört anzueignen, gehören selbstverständlich auch für mich zu den wichtigsten, elementarsten Dingen beim Klettern und Bergsteigen. Es ist mir jedoch noch nie in den Alpen oder anderen Klettergebieten außerhalb Deutschlands passiert, dass Haken an schwierigen Stellen fehlten. Außer Sie wurden von Rabauken entfernt, wie Eidenschink, oder auch Bonatti bei einer späteren Wiederholung seiner eigenen Route am Capucin, bemerkten. Vor oder an einer schwierigen Stelle kommt immer ein Haken und nicht, wie im Frankenjura oft üblich, danach oder weit darunter! Das ist dumm, ja sogar grob fahrlässig gegenüber Kletterern, die dies nicht von einem einheimischen Freund gesteckt bekommen! Hallo Jungs und Mädels: Weiter so Stefan – gut gebrüllt Löw(e). Bis auf die deplazierten und oft zu hohen ersten Haken hast Du auch recht! BSE im Frankenjura: Ich bin ebenfalls für den Erhalt von klassischen Wegen! Aber ich denke sagen zu können, dass es sich beim „Exil“ am Moritzer Turm nicht um einen solchen handelt. Zu allem Übel ist dieser Weg nicht mal besonders schön, aber dafür gefährlich und hat in den letzten Jahren bestimmt keine 5 Begehungen bekommen unsere mit eingeschlossen. Schade auch um die vielen anderen schönen Wege, die in der Fränkischen aufgrund ihrer Absicherung vor sich hin moosen. Hauptsache Klassiker! Bevor die Touren im Kühloch wieder abgeflext wurden hatte ich Gelegenheit, einige davon im linken Teil zu klettern. Da sind 2-3 echt schöne Touren dabei, die bis dato vor sich hin moderten und versandeten und auch in Zukunft wieder ein ebensolches Dasein fristen werden. Schade, und das alles wegen der Kletterethik! Jedenfalls kann man im Herbst wieder darunter vorbeilaufen und in sich gehen: „Damals 1983 konnte ich diese Touren mit nur zwei Haken klettern, was bin ich doch für ein Held gewesen! Und heute, ja heute bin ich mir zu feige, zu schwer, zu schlecht oder einfach vernünftiger geworden. Kletterethik? Ja! Aber doch bitte nur bei wirklichen Marksteinen der Klettergeschichte! Und die wurde bestimmt nicht an den vermoderten Touren im äußersten linken Teil des Kühlochs oder am Moritzer Turm geschrieben. Das Kühloch mit „Master’s Edge“ oder „Seperate Reality“ zu vergleichen finde ich einfach lächerlich. Im übrigen hast Du bei Deiner Auflistung Frankreich vergessen! Hier würde die FFME (französisches Pendant zur IG) für schwachsinnig und gefährlich eingerichtete Touren dem Einbohrer keine Haken mehr zur Verfügung stellen und die Lizenz zum Bohren entziehen! In der Fränkischen hat man da wohl etwas verwechselt! Stürmische Zeiten: Ich denke mal, dass ihr unseren Artikel und die Diskussion nicht richtig verstanden habt oder vieles anders auslegt als wir es meinten. Sicherlich muss man sich zum Klettern gewisse Fähigkeiten antrainieren und der wichtigste Muskel ist der Kopf. Die von uns durchgeführten Routenveränderungen wurden, wie bereits im IG-Forum (Details sind dort nachzulesen) erwähnt, einerseits mit leitenden IG’lern abgesprochen und andererseits von uns nur dort ergänzt, wo es zum Grounder (Fall auf den Boden) kommen kann. Des weiteren haben wir nach allgemein gültigen IG-Grundsätzen alte Rosthaken durch neue IG-Haken ersetzt. Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere wird von wildgewordenen Traditionalisten, die Ihre Felle davon schwimmen sehen, in unsere Artikel und Arbeit hineininterpretiert. Dass wir unsere Routen gut absichern findet offensichtlich bei vielen Kletterern überaus positive Resonanz, wie sich an diesen Felsen zeigt. Hier spricht wohl auch der Neid eine deutliche Sprache! Zum Thema Naturschutz nur so viel: Wären einige alte, klassische Wände besser gesichert, könnten auch weniger geübte und heroische Kletterer dorthin gehen, was eine Entlastung vieler neuer, aber auch klassischer, Felsen zur Folge hätte und somit der Natur weit mehr geholfen wäre. Dieses Argument sollte man so manchem Naturschützer einmal in die Hände spielen... Artikel von Guido Köstermeyer: Zur sportlichen Fairness gehört aber m.E. ebenfalls, dass dem potenziellen Wiederholer die gleichen Chancen wie dem Erstbegeher eingeräumt werden. Dieser hat den Vorteil, die Griffe und Clippositionen zu kennen und entsprechend zu handeln, sprich zu klettern. Er weiß beispielsweise, dass er den Haken überklettern oder verlängern muss, was in der heutigen Zeit in vielen Klettergebieten wohl eher unüblich ist. Die Schlüsselstelle vor dem ersten Haken (wird ohnehin als „kommt doch in der Fränkischen fast nie vor“ abgetan) kann man oft nur erahnen. Der Einbohrer handelt in diesem Fall grob fahrlässig gegenüber anderen, die dies nicht auf A |
|
|
14.10.2002
|
III. Teil - die verflixte Technik......Anhieb erkennen! Oft ist es dann schon zu spät! Wo von unten schon ersichtlich ist, dass die Tour eigentlich besser gleich solo geklettert werden kann ist das Problem etwas anders. Hier kann jeder, wie du schon betonst, selbst entscheiden ob er einsteigt oder nicht! Gerade im Trubachtal oder am Röthelfels gibt es genug Beispiele für nicht ganz ungefährliche Routen. Wie Du schon sagst ist die Realität das beste Training und so lernte ich das Keilelegen am besten in den Alpen, weil es dort in den Rissen und Felsstrukturen im Gegensatz zum Frankenjura auch gut funktioniert. Nun möchte ich nicht sagen, dass man im Frankenjura keine Zwischensicherungen legen kann, aber ich würde Dich gerne in einem sog. Fränkischen Normsiebener oder Achter mal Keile oder Friends im kompakten Gelände legen sehen und diese durch einen Sturz auch entsprechend belasten. (W. Güllich musste der Geschichte nach gerade in England spüren, dass dies nicht immer so einwandfrei funktioniert wie vielleicht gedacht). Vielleicht kann ich da noch was lernen oder meine Meinung ändern? Im übrigen wirst Du mich wahrscheinlich im Winter niemals in der Halle antreffen! Schließlich wollen wir Weicheier uns doch für die nächste Saison Stählen und abhärten. Zur aktuellen Bewertungs- und Nachrüstungsdiskussion: Bei den Bewertungen hast Du absolut recht! Die Bewertung vieler Klassiker spiegelt immerhin den so viel zitierten Charakter eines Gebietes wieder. Ob es nun einen halben Grad zu hoch oder zu niedrig bewertet ist spielt aber hierbei bestimmt keine Rolle. In letzter Konsequenz ist dies immer etwas subjektiv für jeden einzelnen. In punkto Begehungsstil, ob nun Rotpunkt oder Pinkpoint, haben dann doch auch so viel zitierte Größen wie Wolfgang Güllich ihre Meinung geändert – oder? Schließlich kann doch jeder selbst entscheiden ob er sich betrügt oder nicht? Dass gefährliche Routen im Schwierigkeitsgrad höher zu bewerten sein sollen verstehe ich nun nicht so ganz, obwohl Du sicherlich recht mit Deinen Empfindungen hast, dass die Route durch die im Falle eines Falles drohende Verletzungsgefahr anspruchsvoller wird. Zum „Sautanz“ sei gesagt, dass meines Wissens K. Albert selbst erst kürzlich Haken nachgesetzt hat. Dies zeugt für mich von großartiger Weitsicht anstatt auf alten Traditionen sitzen zu bleiben. Zum Thema Nachrüstungen bleibt zu erwähnen, dass doch gerade dieser seiner Zeit vorauseilende Kletterer W. Güllich den „Kurt-Stör-Ged.-Weg“ frei geklettert und in „Treibjagd“ umbenannt hat. Auch hat er Touren nachgerüstet, damit andere Kletterer seine Leistung anerkennen, die Schwierigkeit bestätigen und diese ebenfalls weit ungefährlicher wiederholen können. Wir fangen bestimmt nicht an großflächig zuzubohren, sondern entschärfen nur, wie von Dir erwähnt, einzelne gefährliche Stellen!!! Es gebietet schon der gesunde Menschenverstand und die Verantwortung gegenüber anderen Kletterern, Touren so einzubohren, dass man nicht auf den Boden fallen kann. Ich jedenfalls könnte nicht mehr ruhig schlafen, würde in einer von mir eingebohrten Tour ein tragischer Unfall passieren. Ich weiß nicht, ob man für solche eher belanglose Banalitäten, die normalerweise selbstverständlich sein sollten, einen Runden Tisch braucht. Die Frage ist ja zudem (s. Beitrag von Stefan Löw) ob dieser etwas nützt. Wenn Du nun von den USA erzählst hast Du bestimmt die unzähligen gut abgesicherten Klettergebiete vergessen oder die amerikanischen Kletterer, die mit einer riesigen Ladung Friends bis unter die Zähne bewaffnet ihre Risse absichern, was dort ja auch problemlos möglich ist. Die immer so hoch gelobte Kletterkultur und das freundschaftliche Miteinander von früher existieren dort immer noch. Die Leute sind dort einfach toleranter und lockerer als hier in Franken. Die Verbissenheit von einigen Möchtegern-Spitzenkletterern hierzulande ist schon reichlich schockierend und schade für diesen doch so schönen Sport. Das hat aber meines Erachtens nichts mit Konsum zu tun, denn den gab es wohl auch schon in den Anfängen der Sportkletterepoche und des Bergsteigens. Es hat sich hier nur der Konsument geändert! Sicher Klettern: Super Artikel Bernhard! Das Beschriebene trifft es auf den Punkt, jedoch muss es auch möglich sein über die Grenzen hinauszugehen um das Prinzip Leistung zu fördern und nicht die Gesundheit riskieren zu müssen für etwas, das wir Freizeitbeschäftigung nennen. Das erreicht man nicht mit deplazierten oder fehlenden Haken! Hoffentlich übernimmst Du die E-Bewertung ähnlich Pfalz in Deinen neuen Führer! Wäre bestimmt sowohl hilfreich für denjenigen, der diese Touren meiden möchte, als auch für diejenigen, die sich mit möglichst vielen gesammelten E-Touren dann endlich wieder in der Öffentlichkeit standesgemäß profilieren können. Fazit: Die Diskussionen regen weiterhin zum Nachdenken an, der Hakenkrieg hat vermutlich gerade erst begonnen, die Geschichte wiederholt sich und hoffentlich gehen wir alle noch lange verletzungsfrei unserem Hobby nach. Volker Roth |
|
|
14.10.2002
|
Ich glaube Euer Speicherplatz wird bald zu klein!Volker | |
|
15.10.2002
|
Hallo Volker,auf Deine Frage in Deinem zweiten Beitrag: Wenn Du _einen_ zusätzlichen Haken setzt, hast Du die Fränkische sicherlich noch nicht "zugebohrt". Aber: Wehret den Anfängen, denn wenn das Schule macht, daß jeder ungefragt in bestehenden Routen rumbohrt, ist die Fränkische tatsächlich bald "zugebohrt", wie man am Kühloch ja gesehen hat. Darum: 1. Erstbegeher fragen! Dessen Meinung zählt! 2. Wenn der Erstbegeher nicht mehr erreichbar ist, die IG fragen, die zu diesem Zweck einen "Arbeitskreis Sanierung und Sicherheit" (wie in der Pfalz) ins Leben rufen könnte. 3. in den eigenen Neutouren darf jeder wie er will. Und zu dem von dir genannten Beispiel am Moritzer Turm (ich kenne die Route nicht) ist es für mich erstmal noch kein Grund Haken dazu zu setzen, weil man vor dem zweiten Haken auf den Boden fallen kann. Ich kenne genug Routen in der Pfalz in denen sich diese Frage überhaupt nicht stellt, weil es einen zweiten Haken garnicht gibt! (oft genug auch keinen ersten) Es ist deshalb zu überprüfen, bevor gebohrt wird: -läßt sich da ein Keil, Friend etc. unterbringen? -ist die fragliche Stelle vielleicht zum Rest der Route deutlich leichter und ein potentieller Begeher braucht dort keine Sicherung? Wenn diese Fragen verneint werden, kann man darüber diskutieren, aber längst noch nicht eigenmächtig anfangen zu bohren. Thorsten (Softmover und Oberschisser) |
|
|
15.10.2002
|
Hallo Volker,nenne mir doch bitte einmal ein paar Normsiebener und -achter in der Fränkischen, die wirklich gefährlich sind. Gruß Thorsten |
|
|
15.10.2002
|
Hallo Thorsten,wie Du sicherlich bemerkt hast schreibe ich nur sehr selten in diesen Foren einen Beitrag und ich möchte mich auch bestimmt nicht in Details verzetteln, da eigentlich schon mehrfach alles gesagt wurde wie nachzulesen ist. Was bestimmt nicht heissen soll eine Antwort auf Deine Fragen zu verweigern. Da Dich dieses Thema anscheinend sehr interessiert schlage ich Dir vor am nächsten Wochenende zusammen Klettern zu gehen und danach bei einem Bier die Sache in einer konstruktiven Diskussion anzugehen. Ich kenne mich in der fränkischen sehr gut aus und führe Dich gerne zu einigen Touren die Du dann auch selbtverständlich im Vorstieg probieren sollst um zu verstehen worum es geht. Natürlich solltest Du auch mal einen Versuch im Exil reskieren um mitreden zu können! Volker |
|
|
15.10.2002
|
Volker, welcher Thorsten ist gemeint? | |
|
15.10.2002
|
"Und heute, ja heute bin ich mir zu feige, zu schwer, zu schlecht oder einfach vernünftiger geworden" das ist nun mal normal...wenn man nicht an sich feilt wird man mit dem alter schwerer unbeweglicher und auch die unbekümmertheit der jugend geht verloren...vielleicht muß man sich mit der zeit, dem alter einfach eingestehen daß es leider mit der ein oder anderen route vorbei ist... stolz auf gestern? man sollte stolz sein auf das was man morgen erreicht! und eine vernünftige absicherung für jedermann gibts auch: sie heißt top rope und ermöglicht klettern ohne schlechte klinkpositionen für kleine/große unbewegliche, ohne weite hakenabstände ohne großes grounder-problem...mit einer teleskopstange und ein paar frogs einfach den umleker und ein paar sicherungen einklinken und schon gibts klettern pur mit technik & kraft und fast ohne angst wenn man es nicht jedem recht machen kann dann sollte man es auch nicht jedem recht machen jedem seine spielwiese und haben wir das nicht schon? es gibt gut gesicherte, schlecht gesicherte zugenagelte, selbstzusichernde...einfache schwere routen für jeden etwas warum soll das geändert werden? vielleicht sollte man neu-routen auch nicht mehr von nur einem einbohren lassen (wenn die ig material zur verfügung stellt) sondern von einem team das vor ort die plazierung der haken abspricht...nur so ne idee... ansonsten viel spaß beim klettern...bouldern... |
|
|
15.10.2002
|
Sorry. Habe übersehen dass es zwei von Euch gibt. Die Einladung gilt natürlich für jeden. Volker |
|
|
15.10.2002
|
Also gut, wenn ich angesprochen bin:1. Meine Fragen hast Du ja schon beantwortet. Für mich ist die Sache trotzdem klar und bleibe bei meinem Standpunkt. 2. Ich würde Deine Einladung gerne annehmen, habe aber kommendes Wochenende in der Pfalz verplant, wegen der besseren Absicherung ;-). Ich habe die Einladung auch nicht unbedingt nötig, weil ich das Fränkische mittlerweile gut genug kenne, um ausreichend Routen zu finden in denen ich in meinem Niveau plaisier klettern kann, mich fürchten kann, meinen Hals riskieren kann .... je nach Lust und Laune, es gibt eben alles und das soll so bleiben! Für eine Diskussion beim Bier abends bin ich immer zu haben, ich gebe Die gerne Bescheid wenn ich das nächstemal in Fränkische komme und Du interessiert bist. 3. "Exil" werde ich wohl kaum vorsteigen können, weil es über meiner Leistungsgrenze liegt. 4. Gerade weil ich Softmover bin, weiss ich sehr gut worum es in dieser Diskussion geht. Von Euch wird doch immer als Argument angeführt, daß gerade die leichten Wege zu schlecht abgesichert sind. 5. Auch wenn ich im "Exil" nicht abhebe, mache ich hier im Forum das Maul auf und sage was ich denke, auch wenn es Dir nicht passt! Es könnte sonst ja auch jeder andere herkommen, der schwerer klettert als Du und sagen, Du könntest nicht mitreden. Thorsten p.s. Du bist natürlich auch in die Pfalz eingeladen |
|
|
15.10.2002
|
Hallo lieber Volker,Deinen (durchaus nachvollziehbaren) Standpunkt hast Du somit klar und vor allem ausführlich dargestellt. Die, von Dir geforderte, Toleranz kannst Du nun auch selbst zeigen, indem Du die anderen (ebenfalls nachvollziehbaren) Ansichten gelten läßt und Routen, ganz egal wie gefährlich oder ungefährlich, nur noch nach Absprache veränderst. ...und sie lebten fortan in Frieden, und wenn sie nicht... Viele liebe Grüße aus Nürnberg (auch von meiner Mama) Udo |
|
|
17.11.2002
|
zu Volker: meiner Meinung nach werden die Touren am Kühloch sowenig begangen, weil der Fels so weit abseits liegt und man schlecht hinkommt. Ich war mal vor zwei Jahren da und hab mich sehr gefreut, die Wege "Die Insel" , "reif für die Insel" und "Reise nach Indien" zu klettern. Mir war aber vorher bewusst, dass ich nur Züge mache, die auch wieder zurück gehen und dass der Sicherungsmann eben richtig aufpassen muss. Jedenfalls war es mal was anderes und hat Spaß gemacht. Und wenn man von unten eine 15m Wand nicht einschätzen kann...??? | |
[51] Wolfsberger Grotte 07.10.2002
|
Uwe Gellersen hat den Orang Utan gezähmt (saniert) | |
[50] Schotterlaler Querung 29.09.2002
|
Hangel + Direkteinstieg saniert | |
[49] Hartelstein 29.09.2002
|
Saniert: Nervensäge, Melding for Beginners, Frühlingsgefühle | |
[48] gähnende Stille 16.09.2002
|
Hallo freunde, mir scheint, es herrscht derzeit eine gähnende Ruhe im Forum. Sogar die Flexe und Rohrzangen liegen wohl unbenutzt rum. Was ist los? Ist schon alles gesagt worden? Hat man eine Übereinkunft getroffen, von der ich nichts weiß? Na mal sehen, muß wohl wieder mal bohren gehen in fremden Revieren. Gruß Joachim |
|
|
17.09.2002
|
Hallo Gasmann, lass die Hilti zu Hause und geh lieber klettern oder willst Du unbedingt provozieren, dass man Dir das Lachgas abstellt? Gruß Raseac |
|
|
17.09.2002
|
gähhn... | |
|
17.09.2002
|
Wie hat Gerhard Polt so schön gesagt? "Wenn etwas genetisch dermaßen versaut ist, kann man das, selbst mit Schlägen, nur ganz schwer wieder hin bekommen" Wenn Du bohren willst, frag diesmal einfach den Revierbesitzer, aber vorher! Dann gibt's auch keine Probleme, kein Flexen, keine Forumdiskussion.... Dies ist wohl die Übereinkunft, von der nun auch Du weißt! Gruß Udo PS: Bist Du eigentlich Zahnarzt, weil Du mit Deiner Bohrerei gezielt Menschen quälen willst? |
|
|
21.09.2002
|
Hallo nochmal,habe ein paar Eisen aus der Wand bei Plech gehauen, hat ausgesehen wie ein Nagelbrett. Aber du hast recht, Bernhard, mit der Flex gehts besser. Wird mir aber langsam zu mühevoll, da immer mehr Bohrwütige Warmduscher ir Unwesen treiben, aba solange ich noch gut durchziehen kann, werd ich zuviel gesetzte Haken in Ruten wegmachen, das schwör ich. Ich glaub der Löw nimmt nen bolzenschneider oder, ich probiers mal. und du Zahnarzt lass dich ja nicht naóchmal im Kühloch sehen, sonst bohr ich dir was inn Kopf alder, grüß vom Ulli..... |
|
|
22.09.2002
|
Das Wort "Ruten" schreibt man so: Routen... | |
[47] Radan-svec-wand 31.08.2002
|
Hallo, leider können wir mit der vorhandenen Wegbeschreibung diese Wand nicht finden. Wer har eine exacte Beschreibung um uns in den Genuss dieses Felsen kommen zu lassen?Danke im voraus.Günter | |
|
02.09.2002
|
Hallo Günter,die Beschreibung stimmt an sich schon. Du folgst der Schotterstrasse von Mostviel aus und gehst bei der scharfen Linkskurve nicht geradeaus (wie zum Erlanger Felsentor), sondern folgst der Schotterstrasse weiter, nun wieder talaufwärts. Das zieht sich noch mal genauso lange hin (ich dachte auch schon, da kommt nichts mehr), bis zu der Stelle, wo die Hütte steht und danach die lichte Stelle mit der Stromleitung kommt. Vor den Stromleitungen (noch im Wald) geht es rechts den Hang hoch, ein Pfad lässt sich nur schwer erkennen. Weiter links ist ein Fels sichtbar, der ist es nicht, aber das Gelände dorthin ist gut gangbar und etwas rechts von ihm steht die eigentliche Wand. Hoffe, ihr findet den Felsen so. |
|
|
05.09.2002
|
Der Zustieg ist tatsächlich das größte Manko an dem Felsen. Am einfachsten wäre es zu finden, wenn man einfach den Stromleitungen bergauf folgt. Nach dem Überqueren des Weges noch 100m bergauf bis zu einem Felsen, die Radan Svec Ged. Wand ist dann rechts davon sichtbar. Dieser Zustieg ist allerdings sehr beschwerlich und außerdem auch kein offizieller Weg/Pfad. Der im Topo beschriebene Weg ist wesentlich angenehmer zu laufen, dafür aber auch einiges weiter. Ich bin am Schluß immer eine kleine Abkürzung gelaufen: 250m von der Großbäckerei in Mostviel richtung Zaunsbach/Wannbach/Pretzfeld, am Wildgehege geht eine bald schmaler werdende Rinne links in den Wald hinauf (anfangs fast parallel zum Wanderweg), diese führt nach weiteren 250m auf einen Waldweg, diesem links folgen und nach 10m wiederum links auf den geschotterten Waldweg Richtung Egloffstein nach 300m kommt die kleine Hütte am Wegrand 50m weiter die Stromleitungen, kurz vor den Stromleitungen geht dann der kaum erkennbare Pfad die Böschung hinauf. Ich hoffe es gefällt Euch. Viel Spaß beim Klettern. Gruß Udo |
|
[46] WEIßE WAND 28.08.2002
|
Lucky Luke + Billy Boy, UH ausgetauscht + saniert, Lady Domina saniert | |
|
16.09.2002
|
Ah, Du warst das. Von wem ist eigentlich diese Neutour im Bereich des Preußenschrecks mit dem Einstieg, den die Welt noch gebraucht hat, und dem wackelndem Haken (Kleber nicht abgebunden) im oberen Teil? | |
|
17.09.2002
|
Hallo, genau zu dieser Tour wollte ich auch was sagen. Bein neu hier, aber hier unterhalten sich scheinbar Leute, die vom Hakensetzen Ahnung haben. Mir sind in letzter Zeit 4 wirklich schlechte Haken untergekommen (dieser an der "Weißen Wand" ist einer davon) und ich frage mich ob man irgendwem Bescheid sagen kann, ob sich jemand dieser arbeit annimmt...? Wäre toll :-) Die anderen Haken sind: Umlenker von "Zelten verboten" an der Ruine Leienfels; der halbe Sauschwanz als "Umlenker" am Ende der "Südwestkante" am Höfleser Turm; der vorletzte Bohrhaken in der "Orang Utan" an der Wolfsberger Grotte Kann mir vielleicht jemand sagen, wem ich das am besten erzählen kann, falls ich hier falsch bin? Danke |
|
|
17.09.2002
|
Hallo Karin Roth, die Sanierung vom Orang Utan ist geplant, wird wohl in den nächsten Wochen durchgeführt. Um die lockeren Haken in der neuen Tour an der Weißen Wand sollte sich der "Erstbegeher" kümmern. Leienfels + Höfleser Turm ist notiert.... | |
|
18.09.2002
|
Hallo Jürgen, das klingt ja gut. Vielen Dank für deine Antwort. Zu dem Haken am Höfleser Turm: Der Haken an sich ist sehr groß und fest, allerdings eben nur ein "halber" Sauschwanz oder wie man dieses Ding auch immer offiziel nennen mag.... Karin |
|
[45] Offener Brief 28.08.2002
|
Zum offenen Brief von Karsten Oelze et. al. möchte ich folgendes anmerken:Der Frankenjura ist nicht Sachsen, er ist aber auch nicht Arco, wo jeder Fels mit einem Bohrhakenraster überzogen ist, von Griffmanipulationen ganz zu schweigen. Zur Amerikanischen Botschaft hatte ich mich damals geäußert, als dieser Fels im Zusammenhang mit schlechter Absicherung genannt wurde. Ich empfinde die Routen an der unteren Wand als etwas übertrieben (eben stark plaisirmäßig) gesichert, ABER: Ich habe nichts gegen neu erschlossene Felsen und Routen dieser Art, weil ich jedem Erstbegeher die Freiheit zubillige, seine Routen in dem von ihm gewünschten Stil einzurichten. Voraussetzung: der Charakter bestehender Routen wird dadurch nicht verändert. UND: Die Vorstellung, alle fränkischen Routen wären so gesichert wie die an der Amerikanischen Botschaft ist mir ein Graus! Dann hätten wir ein 100 %-Plaisirgebiet und eine fürchterliche Monotonie im Charakter der Wege. Damit komme ich zu einem weiteren Vorwurf, dem widersprochen werden muss: Kühn gesicherte Routen würden aus dem Abseilssitz einstudiert und wären früher aus Bohrfaulheit oder Kostengründen spärlich abgesichert worden. Beides ist falsch. Ich habe früher hunderte von Bohrhaken mit dem Handbohrmeisel gesetzt und je nach Fels 5-10 Minuten für einen Haken gebraucht (die ich mir durchaus leisten konnte). Vom Einüben aus dem Abseilsitz habe ich nie viel gehalten. Die Vorbereitung auf den Vorstieg einer Route bestand vor allem im Griffeputzen, und mir fallen ziemlich viele bedeutende Erstbegeher ein, bei denen dies ähnlich war. Im übrigen steht es jedem Wiederholer frei, eine Route von oben einzustudieren, was ich auch oft beobachten konnte. Wozu eine kühne Route? Wir könnten wohl ewig und 3 Tage diskutieren, denn für euch haben diese Wege keinen höheren sportlichen Wert. Da gibt es aber eine ganze Menge Kletterer, die das anders sehen (auch wenn ihr für euch bereits die absolute Mehrheit reklamiert). Für mich hat eine Tour mit gewissen Hakenabständen meist einen höheren Reiz als eine Hakenleiter, weil sie ein freieres Klettern nicht nur erlaubt, sondern durchaus erzwingt und du die Stellen oft auch ein paar Meter über dem Haken genauso souverän bringen musst wie mit Haken am Bauch. Manchmal reizt mich auch eine gefährliche Route, bei der ein bestimmter Grad obligatorisch beherscht werden muss. Manchmal. Manchmal klettere ich auch gut gesicherte Routen oder bohre solche ein. Müssen wir alle einer Meinung über bestimmte Routen sein und alle Routen diesem (für mich erzwungenen) Mainstream anpassen? Von mir kommt ein ganz klares Nein und dieses habe ich auf dem gut besuchten IG-Klettern-Fest auch in überwältigender Mehrheit vernommen. Darum will es mir auch nicht verständlich werden, warum wir jetzt noch so viel diskutieren sollten, wenn wir doch mit der Toleranz unterschiedlicher Stile ohne große Diskussion am besten fahren. Wer will, bohrt seine Plaisirrouten, dazu gesellen sich etwas weniger, aber immer noch gut gesicherte Routen von Stefan Löw sowie ein paar Psycho-Wege (vermutlich weniger als 1 % der Routen insgesamt). Marksteine von Wolfgang Güllich bleiben so, wie sie sind. Keiner verändert einen bestehenden Weg durch eine Neutour, sondern nimmt Rücksicht auf diese. Die partielle Nachrüstung mancher Anfängerrouten wird unter Absprache mit der IG Klettern durchgeführt, aber nicht beliebig, um den Charakter klassischer Wege zu erhalten. Ein letztes Wort zur "Flexcontrol": Der Begriff "Possenstück" am Kühloch trifft vielleicht für die Hakensetzerei zu, aber die mühevolle Wiederherstellung des Originalzustandes durch Stefan Löw et. al. kann nicht genug gewürdigt werden und verdient meine volle Anerkennung. Hier wurden sämtliche gewachsene Regeln der fränkischen Kletterethik mißachtet und der persönliche Fun-Faktor zum Maß aller Dinge erhoben. Ich wüßte keine andere sinnvolle Antwort hierauf als die Entfernung der Haken. Viele Grüße, Bernhard |
|
|
28.08.2002
|
Ich hatte noch vergessen, zu erwähnen, dass ich an der Amerikanischen Botschaft fast alle Routen geklettert hatte, bevor ich mich dazu äußerte. | |
|
28.08.2002
|
Bleibt noch zu erwähnen, daß ein Großteil der Unterzeichneten mit der Kletteretik aus den 70ern und 80zigern nicht viel anfangen können,da sie in Sachen Fels aus Altersgründen noch gar nicht aktiv waren. Und des weiteren, wo bleibt die Meinung der Lokals? Auf dem IG-Fest hat's aber eher anders geklungen.Plasierklettern ja, aber nur in neuen Routen. Die Unterzeichner sind eher weniger bodenständig (ich hoffe es kommt nicht als Ausländerfeindlichkeit rüber) und sind nicht so verwurzelt mit dem Drumherum hier im FJ als die Lokals die hier das Klettern erlernt haben.Ich zähle diese Meinungsbildung der Unterzeichner eher als Symbol der heutigen Gesellschaft mit allen Annehmlichkeiten und den daraus resultierenden Konsequenzen. Aber das muß akzeptiert werden,ich akzeptiere und meide eben diese' Plaierfelsen' und klettere für mich Altbewährtes. Sanierungsarbeiten an diesen Plasierfelsen überlassen wir dann den Usern. .Als Gegenzug aber erwarten wir alten 'Ewiggestrigen' die Akzeptanz, unserer Art von Klettern im FJ, dh kein Verändern von bestehenden Routen ohne Absprache ,usw.Wenn eben diese Akzeptanz zunehmend verloren geht (die letzten Jahre hat es sehr gut funktioniert!!,das Thema wurde durch Einzelne viel zu hoch gespiel), dann nehmen wir (ich)(uns) die Freiheit und drehe(n) die zusätzlichen Haken raus. Meine Kinder sollen auch noch die Möglichkeit haben, Routen im Orginalzustand zu erklettern.Einheitsbrei gibt es Alltäglich,den brauche ich (oder auch sie) nicht noch in der Freizeit reinziehen.Dann wird sich eben der Schwierigkeitsgrat verdient und ein Fünfer ist noch mehr wert, als ein Achter mit Bolts alle Meter. Dafür können sich die Kids mal gefahrloser in Sachsen oder auch Alpin den gewissen Kick holen. Das sollte anerkannt werden und nicht der persönliche Funfaktor einer angeblichen Mehrheit,alles niederzubohren was gefährlich erscheint,-dazu sind die Felsen zu einmalig-.Ein gewisser Respekt vor der Natur , der Erhalt vonder fränk.Tradition (zwar gering aber nicht gleich 0 ) - für unseren nachfolgenden Generationen- ist für mich ein Anliegen an alle Besucher. |
|
|
29.08.2002
|
Lieber Stefan, ich glaube Du bringst da jetzt etwas in die Diskussion mit ein, was da so einfach nicht hingehört. Ich glaube kaum, dass es eine Rolle spielt, ob die Kletterer gebürtige Franken, Zugezogene oder Besucher sind. Die Klettern alle schon lange genug und werden wohl wissen, was läuft und was nicht. Zumal der Brief inhaltlich doch den Nagel auf den Kopf trifft: 1. Bestehende Routen werden nur unter Absprache mit dem Erstbegeher "umgebohrt" und 2. die Freiheit eines jeden Erstbegehers, die Routen nach seinem Ermessen einzubohren. Wenn die Tendenz nun in Richtung Amerikanische Botschaft oder Schöne Aussicht geht, dann ist das eben nun mal so. Was ja wiederum auch nicht gleich bedeutet, dass Du Deine Erstbegehungen nach dem gleichen Schema eröffnen musst. Und wenn sich einer ein Denkmal setzen will? Fein, dann tut er das, nur werden diese Wege dann wohl kaum Wiederholer finden. Wobei es solche Routen in der Fränkischen auch so gut wie gar nicht gibt. | |
|
29.08.2002
|
Ein Beispiel: die Route "Heiße Nächte in Palermo" (Schlaraffenland) habe ich mit 2 Haken erstbegangen (heutiger 1. und 4. Haken). Um ihr etwas mehr Wiederholer zu ermöglichen, habe ich hinterher noch 2 Haken gesetzt, da die vermeintlichen Keilpositionen zu schlecht waren (warum der Weg bei Sebastians Führer trotzdem ein Ausrufezeichen hat, erschliesst sich mir nicht). Andere (riskante) Wege wie Fuchurs Flug möchte ich aber so belassen, weil es eine interessante Herausforderung für jemand ist, der den unteren 7. Grad sicher beherrscht (der Fels ist von herausragender Festigkeit). Es ist aber richtig, dass solche Wege bei uns die Ausnahme sind, andererseits wäre es schade, wenn sie die Plaisirwelle nicht überleben würden, genauso wie viele freie, aber objektiv eher ungefährliche Wege. |
|
|
29.08.2002
|
@Bernhard: Das ist ja auch völlig okay so. Ich habe mich damals z.B. auch ziemlich gefreut, den "Schleudersitz" ohne Sturz klettern zu können. Das war halt ein besonderes Erlebnis, wenn auch ich so etwas nicht jeden Tag machen möchte. | |
|
02.09.2002
|
ein anderer aspekt an dieser diskussion erscheint mir folgender: Wichtig beim erschliessen von Neutouren aber auch beim sanieren von bestehenden Routen, erscheint mir, vielmehr als die anzahl der haken, die gute plazierung derer. So oft habe ich in der Frankenjura erlebt, wie der kleine Mitmensch unter uns waghalsig von Band oder Absatz den guten Henkel verlassend in die kleingriffige Welt anstieg um den ersten oder auch jeden anderen Haken einzuhaengen.Meiner ansicht nach ist dies ein grosser Teil des Problems, denn wenn man/frau an der persoenlichen Leistungsgrenze klettert sollte nur diese darueber entscheiden, ob ich eine route klettern kann oder nicht. Wenn ich Vertrauen darin haben kann, das in jeder x-beliebigen Tour die Haken so gebohrt sind, das ich sie gefahrlos, das heisst vom guten henkel oder grossen Band aus einhaengen kann, so wie auch die grossgewachsenen Kletterer unter uns (ich bin auch so einer),dann kann ich auch gerne einige meter vom letzten Haken wegklettern.Das ganze erfordert natuerlich mehr Arbeit, man muss halt beim einbohren daran denken: Nein, nicht am ausgestreckten Arm sondern am Ellebogen bohren. Ein gutes Beispiel ist der erste Haken von Sultan of Swing in der gruenen Hoelle, mir macht es echt nichts aus um die ersten fuenf meter hochzusteigen, um dann von Henkel und Band aus den ersten einzuhaengen, aber ihr haettet den Angstschweiss sehen sollen, von den beiden kleinen, aber starken Frauen, dem kleinwuechsigen 8ter kletterer, der laut fluchend aufgab, aber auch der kleine Japaner, der ,der nachher Nice Boys geklettert hat, hat fuenfmal angesetzt,und die japanischen Flueche kann ich nicht uebersetzen. Ich denke, das viele dazwischengebohrte haken haetten vermieden werden koennen, wenn wir daran denken wuerden. Christian Booms, hat schon viele Haken falsch gesetzt. |
|
|
04.09.2002
|
Hier ist schon wieder eine (leider) längere Stellungnahme von mir. Danach kommt nix mehr weil ich 1. zum Bohren im Süden bin und 2. mir zu dem Thema nichts Neues mehr einfällt. Da die Amerikanische Botschaft hier jetzt schon so oft erwähnt wurde: Welcher Haken dort ist Eurer Meinung nach überflüssig? Welcher Haken steckt an der falschen Stelle oder ist zu eng gesetzt? Wäre irgendeine Route dort besser, wenn ein Haken weniger stecken würde? Mit Verlaub, aber am Freudenhaus steckt da doch wesentlich mehr. (Was ich aber auch nicht problematisch finde. Ich lasse einfach den einen oder anderen Haken aus, wenn ich mich im Kletterfluss gestört fühle). Aus den bisherigen Äußerungen wird für mich klar, das sich hier zwei Kletterwelten begegnen. So war es auch schon vor 30 Jahren, als die Hakenrassler und Leiterspieler auf die Freikletterer trafen. Interessant finde ich die These, dass eine Route mehr Charakter hat, wenn sie kühn eingebohrt ist. Dem kann ich leider nicht ganz folgen. Die Art der Kletterei bestimmt für mich den Charakter, aber nicht die Tatsache das eine Route gefährlich ist. Wie gesagt, weite Abstände finde ich o.k. wenn man nicht am Boden landet. Dafür gibt es viele gute Beispiele. Etwa Routen an der Trautner Wand, wo man oben schon mal vom Haken wegklettern muss. Ein Genuss! Noch mal zur Ethik. Hat es da in den 70er und 80er Jahren im Fränkischen etwas gegeben was mir entgangen ist? Ich habe da keine besondere Ethik im Gedächtnis. Außer vielleicht auf das Schlagen von Griffen zu verzichten (Ausnahmen, wie z.B. in einigen Routen am Grundfels, bestätigen die Regel). Zum Thema sportlicher Wert hier noch mal der Wortlaut unseres Statements, mit Anmerkungen in Klammern: Unverantwortlich finden wir von oben erstbegangene Routen, die absichtlich gefährlich (mit Grounderpotential) eingebohrt werden. Auch haben solche Touren für uns keinen höheren sportlichen Wert (als gut gesicherte). Ein solches Vorgehen befriedigt nur das Ego des Erstbegehers, der mal wieder allen zeigt wie kühn er ist. Dabei hat er es leicht! Wann es ihm zu heftig wird, kann er selbst bestimmen (6er hab ich locker drauf, da brauch ich keine Haken). Dann noch alles schön aus dem Abseilsitz einüben (Das Gelände und die Griffe zu kennen reicht schon), vor der heldenhaften Erstbegehung. Ein Wiederholer, der womöglich versucht die Tour onsight zu klettern, riskiert da wesentlich mehr! Vielleicht etwas hart formuliert, trifft aber meiner Meinung nach (und ich erkenne mich da auch selbst wieder) den Kern. Der Hinweis, man könne eine Tour ja auch vorher von oben besichtigen, geht an der Praxis im Frankenjura (besonders in leichteren Routen) vorbei. Im Übrigen will heute kaum jemand in Franken unnötig seine Gesundheit riskieren. Wenn ein Bolt scheiße steckt, wann wird eben verlängert oder vorgehängt. Für mich gilt, dass ich als Erstbegeher nichts davon habe, mir auf die Schulter zu klopfen und zu sagen wie toll ich damals war, als ich mich das getraut habe. Im Klettern gibt es zum Glück keine festen Regeln und so wie heute niemand mehr an Rostgurken in der Leiter baumelt, werden auch immer weniger Kletterer schlecht gesicherte Routen klettern wollen. Klettern ist heute eben auch ein FUN-Sport geworden und das Frankenjura ein FUN-Klettergebiet. "No risk no fun" gilt dabei für die Allerwenigsten. Die Tatsache, dass die vielen Kletterer hier einen guten Beitrag für den Tourismus leisten trägt sicher mit dazu bei (neben der Arbeit der IG-Klettern natürlich!), das es keine größeren Felssperrungen im Fränkischen gibt. Mit dem Begriff des Plaisierkletters kann ich im Fränkischen (und in Zusammenhang mit dieser Diskussion) wenig anfangen. Plaisierklettern ist doch das Einrichten von Gebiegsrouten auf Klettergartenstandard, gehört also in eine andere Gegend. Meine Kritik, oder auch Anregung geht auch nicht dahin, alle "Klassiker" mit 2 Meter Hakenabständen nachzurüsten. An einigen (besonders leichteren) Routen sollten die Erstbegeher aber über zusätzliche Haken mit sich reden lassen. Die Schlosszwergwand ist da ein gutes Beispiel. Mir ist hingegen völlig schleierhaft, wieso am südlichen Breitenstein, einem beliebten Fels für Kletteranfänger, Bohrhaken inklusive Umlenker dilettantisch abgeflext und umgeschlagen wurden. Wer macht so was und warum? Welche Ethik wird hier "verteidigt"? Für mich grenzt das an Vandalismus. Bitte denkt doch auch mal an die anderen Kletterer bevor ihr die Flex ansetzt und nicht nur an die alten Zeiten. Zum Abflexen noch soviel. Ich war selbst noch nicht dort, aber Danke für die Arbeit am Kühlloch, Stefan. Das war nötig. Nur an der Stadeltenne...? Ich wäre da fast selbst schon mit der Maschine angerückt. Platz war da schon noch für eine Route.(muss aber zugeben, dass ich die neue Tour nicht selbst gesehen habe) Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass es im FJ nicht so schlimm ist wie diese ganze Diskussion vermuten lässt. Die meisten Franken sind nicht verbohrt (welch ein Wortspiel...) sondern nette Gesellen. Probleme gibt es überall. Diskussion und Toleranz hilft sie zu lösen. And now: Shut up an climb! :-) Karsten |
|
[44] Schallmauer saniert 27.08.2002
|
Lange hats gedauert, es ist passiert. Die Schallmauer nahe des Rudolfsteingipfels im Fichtelgebirge ist saniert. Die alten Haken werden demnächst noch von uns entfernt. Wir danken der IG recht herzlich für die Bereitstellung der Haken und Klebepatronen und Stefan Löw für die Bohre, auch wenn ihm das Entzugserscheinungen eingebracht hat. Ich weiss nicht wer zuständig ist, aber man könnte ja in den nächste Steinschlag ein Topo veröffentlichen. | |
|
28.08.2002
|
Hallo Roland, Dank dir für Deine Arbeit. Schick doch das Topo per Mail an unseren Webmaster, der weiss was damit anzufangen! | |
[43] Furchbar... 23.08.2002
|
...diese komische schulmeisterliche Einleitung. "Akzeptiere ich" - "Akzeptiere ich nicht" :-))) Gott sei Dank wieder weg - puh... | |
|
24.08.2002
|
Auf 'Anregung' eines sehr bekannten Verfassers -dieser furchtbarer Vorspann-.Den Vorspann wieder rausflexn. Schlimmer wie ein Kaufvertrag,sonst gibt's eine auf die Glocke!!:--) | |
|
24.08.2002
|
Der sehr bekannte Verfasser mixt ja hier sehr viel mit... | |
[42] Weiße Wand - Haken locker? 19.08.2002
|
siehe Frankenjura.com im Forum... (?) | |
|
28.08.2002
|
erledigt! (siehe oben) | |
[41] Spitzenstein saniert 15.08.2002
|
Habe mit Jürgen Kollert folgende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt:Lilliweg: die 2 verbliebenen Normalhaken wurden durch Klebehaken ersetzt.Nordkante: 2 Normalhaken wurden durch Klebehaken ersetzt.Trettachspitzlerkante: den Haken am Band ersetzt, im Überhang waren wir uns nicht 100 % sicher, meinten aber, dass da früher ein Normalhaken war und haben einen Klebehaken gesetzt. Sollte dies falsch sein (d.h. die Route hätte original nur einen Haken gehabt), werden wir diesen auf Wunsch wieder entfernen. Die Routen sind nun ziemlich plaisirmäßig abgesichert, da jede Rostgurke ausgewechselt wurde. Dadurch ist andererseits der Charakter (bis auf die Qualität der Haken) auch für Techno-Kletterer erhalten geblieben. Auf der Schulter nach dem Ausstieg des Lilliwegs haben wir einen Ring zum Umlenken angebracht. Der Weg auf den Gipfel ist aber nach wie vor empfehlenswert - super Aussicht auf den Röthelfels. |
|
[40] er wird mich hassen... 15.08.2002
|
Das Kühloch erstrahlt seit gestern wieder im alten Glanz. | |
|
15.08.2002
|
good job, Stefan! Hoffen wir, dass man den Fels nun in Zukunft in seinem originalen Zustand belässt. | |
|
16.08.2002
|
taxman wie man ihn kennt: taten statt worte, kurz, prägnant, präzise. lawman grüßt taxman |
|
|
16.08.2002
|
Ein großer Dank an Stefan! Gruß Urs | |
|
16.08.2002
|
Ist nicht selbstverständlich sich die ganze Arbeit zu machen und dabei noch damit rechnen zu müssen, dass man dämlich angemacht wird. In einem kannst Du Dir aber sicher sein: Die allermeisten Kletterer mögen Dich dafür! Danke! Gruß, Eric |
|
|
19.08.2002
|
Vielen Dank, Stefan!!! | |
|
26.08.2002
|
ich plädiere für einen vernünftigen kompromiss: einerseits sollte man die moralische komponente des kletterns nicht ganz außer acht lassen (alle 1,5 m ein haken ist sicher zu viel), andererseits sollten routen schon so gebohrt sein, dass sie überwiegend onsight probiert werden (ewig topropen ist doch ein übler stil) also setzt euch an den verhandlungstisch und lasst ab und zu einen zusätzlichen haken in gefährlichen touren zu |
|
|
29.08.2002
|
hallo stefan und hallo an die anderen locals, die dem stefan im kühloch zur hand gegangen sind. "erstrahlt im alten glanz" soll wohl heißen, daß ihr in euerer unnachahmlich zupackenden art und weise fast alle von mir dazugesetzten haken entfernt habt. war ja auch ein gutes muskeltraining mit der flex und rohrzange. und glaubt mir, ich bedauere jeden einzelnen haken, den ihr abgeschnitten habt. doch was willst du von überzeugungstätern erwarten? niemand kann wohl ernsthaft glauben, daß eine versteinerte denkweise veränderbar ist, oder? und so seh ich euere grandiose aktion im kühloch: ein verzweifeltes festhalten an alten werten. Haltet die wände heilig, die jemals Güllichs Arsch gesehen haben! tschü JO |
|
|
30.08.2002
|
---"hallo joachim und hallo an die anderen locals, die dem joachim im kühloch zur hand gegangen sind. "erstrahlt im neuem glanz" soll wohl heißen, daß ihr in euerer unnachahmlich zupackenden art und weise jeden hakenabstand halbiert habt. war ja auch ein gutes muskeltraining mit dem bohrer und der kartusche. und glaubt mir, ich bedauere jeden einzelnen haken, den ihr dazugesetzt habt. doch was willst du von überzeugungstätern erwarten? niemand kann wohl ernsthaft glauben, daß eine moderne denkweise veränderbar ist, oder? und so seh ich euere grandiose aktion im kühloch: ein verzweifeltes vermeidung von alten ängsten. Haltet die wände heilig, die jemals Güllichs Arsch gesehen haben! tschüß arwed |
|
|
02.09.2002
|
Hallo arwed,und alle anderen Hakenschneider da draußen, warum lasst ihr nicht einfach die Haken drin und wenn ihr wieder Lust auf echte Spannung am Fels habt, na ja, dann klinkt ihr halt nur einen oder keinen! ich glaube nicht, dass jemand, der gerne mehr als einen Haken klinkt, etwas dagegen hätte, ist das nicht etwas, was ihr akzeptieren könnt? so hat jeder das niveau, das er zum klettern wünscht! | |
|
02.09.2002
|
Du hast es scheinbar immer noch nicht kapiert!!!! Diskussion zwecklos,zweckloser, am zwecklosesten. |
|
|
03.09.2002
|
lieber walter...erst mal habe ich noch nie einen haken abgeschnitten und ich bin auch kein local doch ich bin sicherlich ein sympatisant und wer weiß, vielleicht würde ich es auch finanziell oder materiell unterstützen...ich wollte mit meinem "geklautem" statement eigentlich nur die oberflächlichkeit der argumentation von joachim mark darstellen... arwed |
|
|
03.09.2002
|
"doch was willst du von überzeugungstätern erwarten? niemand kann wohl ernsthaft glauben, daß eine versteinerte denkweise veränderbar ist, oder? und so seh ich euere grandiose aktion im kühloch: ein verzweifeltes festhalten an alten werten. " Hallo Joachim. Mit Deinem Statement könnte man (mit kleinen Änderungen) auch Deine Aktion beschreiben. |
|
|
03.09.2002
|
@Walter: Wie wäre es, wenn Du Dir die Haken mit Schlingen verlängerst oder einfach eine der hunderttausend besser abgesicherteren Routen klettern würdest? Macht so etwas (nicht abgestimmtes Nachversichern mit Haken) mal in der Pfalz oder anderen Gebieten mit jahrzehntelanger Tradition... | |
|
04.09.2002
|
@Walter Kurz:Ich kann es durchaus verstehen, wenn der Stefan Löw keine Lust mehr hat auf dieses schwachsinnige Argument einzugehen, man könne die Haken einfach auslassen. Nochmal für Dich und die ganze Nachsaniererfraktion ganz langsam zum mitschreiben: Es ist eben nicht dasselbe, wenn man in einer "nachsanierten" (welch Unwort) Route die dazugesetzten Haken ausläßt, wenn ich Schiss bekomme oder es gefährlich wird, kann ich es mir ja noch immer noch überlegen doch noch zu klinken. Außerdem weiß man bald nicht mehr, was denn überhaupt der Originalzustand einer Route war. Gruß von Thorsten, der kein Local ist, erst seit 8 Jahren im Fänkischen klettert und das überwiegend in Schwierigkeitsgraden, die dcrt sooo schlecht gesichert sein sollen (kopfschüttel) und im übrigen dem Stefan für seinen unermüdlichen Arbeitseinsatz dankt. |
|
[39] Hartelstein 15.08.2002
|
Hatte neulich ne' Reifenpanne mußte zufällig am Parkplatz vom Hartelstein einen Reifen wechseln, bis der rettende Engel nahte wurden die Laschen in "Swing Time" und in "Ich Weiß Nicht Wie" saniert und einen Umlenker haben die Routen auch noch bekommen | |
|
15.08.2002
|
schee! keinen Reifen wechseln können, aber die Zeit sinnvoll nutzen und alte Ranzlaschen sanieren! Wenn ich wieder klettern kann, schau ich dann doch mal wieder am Hartelstein vorbei. danke Jürgen | |
|
15.08.2002
|
Von wegen keinen Reifen wechseln können! Sch... VW-Werkzeug, ist bei der 3. Radmutter einfach gebrochen, aber wenigstens die Hilti hat noch funktioniert... | |
|
16.08.2002
|
wieso hast Du eigentlich genau am hartelstein eine reifenpanne??? hattest Du da einen ortstermin? warum hab ich nicht ortstermine in der nähe von kletterfelsen??? andersrum gefragt: warum haben ärzte immer die schokoladenseiten im leben?? ich hab immer reifenpannen wenns schifft. naja, hätt ich halt was gscheits glernt ... | |
|
16.08.2002
|
wo rohe Kräfte...bei mir hält das VW Werkzeug immer ewig, allerdings hätte ich mich nicht auf die Gelben Engel verlassen, sondern hätte mich beim Sägewerk gegenüber eingedeckt... aber dann wären die Routen am Hartelstein immer noch nicht saniert. |
|
|
16.08.2002
|
Hast halt weniger Kraft oder mehr Gefühl ?! War übrigens ein blauer Engel und der kam zufällig vorbei als ich gerade fertig war mit Sanieren, aber fährtst Du nicht Lotus? | |
|
19.08.2002
|
na leider noch nicht, beim Elise gibt´s eh kein Reserverad sondern so´n Tirefit Geraffel. Aber der Octavia hat auch VW Werkzeug an Bord... | |
[38] Sanierungsarbeiten an der Dooser Wand/Oberes Wiesenttal 12.08.2002
|
Alter Weg (5+), Edi Maulwurf, Fritz Lutz, L. Busch (1929)Gemeinsam mit Ernst Hermann habe ich den Weg entrümpelt. Es wurde passend zur Tour ein alter großer Bühler als Umlenker gesetzt. Die letzten Meter der Tour durch die Botanik entfallen somit zur Freude der Kletterer und Naturschützer. Der neue Landeplatz beim Ablassen liegt auch fast beim Einstieg, also noch in Zone 2. Die Kassette mit dem Wandbuch von 1929(!), wurde wegen der altersschwachen Kette durch Mitnahme vor dem Absturz bewahrt und zur Aufbewahrung der IG Klettern übergeben. Nordwestverschneidung (6-), (Wer kennt die Erstbegeher & Datum?) Gemeinsam mit Andreas Oberüber habe ich die vorhandenen alten Sicherungspunkte erneuert. Hierbei haben wir auch wieder optisch passend alte große Bühler verwendet. In die Route sollten aber trotzdem nur Leute einsteigen, die den (klassischen) 6. Grad souverän drauf haben und auch Runouts bis 10m nicht fürchten! Auch nach Sanierung sehrt ernsthaft, da sich die Runouts nicht unbedingt zuverlässig durch Keile entschärfen lassen und die Stürze fatale Folgen haben könnten. Ich mag die Route trotzdem so wie sie ist, eine prima Linie und eine echte Herausforderung! So was muss es auch weiterhin geben. Eine Stelle sollte aber von einem Verantwortlichen der IG Klettern (mit viel Fels- und Sanierungserfahrung) überprüft werden: Bei dem oberen Runout kommt ca. 8m über dem mittleren Haken am Ende einer ca. 2m großen Felsrippe eine schwierige Stelle. Der Köpfel der Rippe lädt geradezu ein, hier ein Schlinge rumzulegen. Ich befürchte aber, dass ein Sprung in diese Sicherung schlimme Folgen haben könnte, nämlich das Herausbrechen der ganzen Rippe. Ich habe diese Stelle derzeit etwas entschärft durch eine längere Seilschlinge aus der Sanduhr oberhalb. Bitte überprüft diese Stelle, ob hier nicht ein zusätzlicher Haken notwendig ist. Vertretbar ist er meiner Meinung nach, der Charakter der Route würde erhalten bleiben. Gruß Burkhard |
|
|
13.08.2002
|
Vielen Dank an Burkhard Müller für den Arbeitsaufwand und für den verantwortungsbewußten Umgang mit solchen Klassikern. Vorbildlich! | |
|
13.08.2002
|
auch von mir ein herzliches dankeschön! den don colodri hab ich im frühjahr schon mal gemacht, echt nett, und das ding links vom zoff auch schon öfter getoproped. steht den beiden touren daneben sicher in nix nach. schön dass es jetzt eingebohrt ist. was ist eigentlich mit dem 2.haken am zoff, habt ihr die gurke mal angeguckt? ist der auch ausgewechselt? da grausts mich schon immer net schlecht! schönn gruss...michl ps.: der engelbrecht ged w ganz links ist gar nicht mal so schlecht, hab ihn heuer mal vom 7.sinn uh eingehängt. auch ne sanierung wert? |
|
|
14.08.2002
|
Hallo Michl,den zweiten Haken im Zoff habe ich durch einen neuen ergänzt, der Erstbegeher wurde darüber informiert. Der Engelbrecht Gedenkweg wartet noch auf einen Sanierungsritter der ihn wachküsst. Derzeit ist die Schlüsselstelle der Route die Durchquerung des Brennesselfeldes auf dem Weg zum Einstieg. Ob der Weg es wert ist saniert zu werden kann ich nicht sagen, da mein Respekt vor der blühenden Schlüsselstelle größer war als meine Neugier. Aber sicherlich hat er wie fast alle klassischen Wege das Recht nicht vergessen zu werden. Andreas Oberüber hat schon mal laut darüber nachgedacht, die Sanierung anzupacken. Wer das mit Andreas zusammen tun will, kann von mir seine Telefonnr. bekommen. Desweiteren gibt es an der Wand (in anderen Routen) insgesamt noch 3 geschlagene Haken die in Rente gehen möchten. Vielleicht könnte man das in einem Aufwasch machen. |
|
[37] "Routensanierung" 09.08.2002
|
ihr könnt euch ja richtig streiten! was mir dazu einfällt ist folgendes: nehmen wir an jeder hätte das recht bestehende routen so mit haken zu versehen, wie es ihm sinnvoll erscheint.nehmen wir an daß der eine 20 haken und der andere 5 haken pro seillänge verballert. der mit den zwanzig haken könnte eine route dann nur on-sight gehen wenn er vorher jemand hinschickt der ihm sagt ob alle hacken stecken. am besten er gibt ihm gleich mal ne hilti mit. der 5-haken-mann schickt seinen freund natürlich mit der flex weg... am besten wir erfinden den schraubbaren Bühlerhaken. dann können wir die originalhaken belassen und die "weicheier-warmduscher-haken" (so wird das hier glaube ich genannt)bei bedarf nachrüsten. und niemand müsste bohrer haken und flexscheiben verbrauchen... etwas schade finde ich daß für einige das thema angst beim klettern wegrationalisiert werden muß. für mich gehört angst vorm (evtl.tödlichen?) sturz einfach dazu (und wird von mir natürlich genauso bekämnpft wie mein schlechter kletterstil). ich stelle mir gerade den alpinisten vor der in seiner seillänge 30 päärchen/expressen verballert, weil er alle 2m klinken muß! was mich auch etwas wundert ist, daß die "damen und herren mit den blanken nerven" nicht einfach keile, friends, bandschlingen oder sonstige absicherungsgeräte benutzen, die man anschließend wieder entfernen kann. (ja ich weiß, manchmal geht´s halt nicht... manchmal gibts halt kein warmes wasser...) |
|
|
11.08.2002
|
Hallo Arwed, Verzeih mir meine Offenheit, aber was bringt dich dazu beim Klettern so viel zu riskieren ? In Klammern stand da sogar das Wort „tödlicher Sturz“. Weiß nicht was du so machst, ob Familie oder nicht, ob Berufsleben, oder nicht etc. Also Dinge, die so im Leben auch noch wichtig sind. Du räumst da dem Erstbegeher enorm viel Weitsichtigkeit ein, zumindest zollst du ihm zuviel Respekt. Hast du denn wenigstens, wie manch Erstbegeher, eine gute Unfallversicherung, die Sportunfälle nicht ausdrücklich ausschließt oder zumindest eine Risikolebensversicherung für die Hinterbliebenen? In allen Profisportarten gelten die höchsten Sicherheitsstandards für die Sportler, warum wohl? Weil nichts passieren darf. Weil die Unfälle Kosten bedeuten und das Kapital „Sportler“ zerstören oder untauglich machen. Deswegen klagt dort niemand über eine übersicherte Rennpiste, zuviel Feuerlöscher, ein Notfallteam vor Ort, keiner schreibt lange Pamphlete über Sinn und Unsinn von Fangzäunen usw. Aber in der Klettergemeinde gibt es dieses wenn und aber. Scheint, daß unser Kapital Gesundheit dann doch weniger wert ist als das der Profis. Und wenn das allgemeine Meinung ist, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Zum Thema Selbstsicherung ist folgendes zu sagen: ist manchmal möglich , oft aber ganz und gar nicht. Glatte Wände veranlassten schon die Altvorderen Haken in Risse zu schlagen sofern vorhanden! Auch Sanduhren falls vorhanden konnten genutzt werden. Aber erst der Bohrhaken ermöglichte eine enorme Ausweitung des Routenpotentials in der Zahl und im Schwierigkeitsgrad. Viele heut begangene Touren sind im Selbstsichermodus nicht absicherbar. Da bleibt dann wohl nur noch der Free Solo, der ist aber den meisten dann doch zu heiß. Wohl auch denen die eine Absicherung light bevorzugen. Tschüss Harry |
|
|
12.08.2002
|
zuerst mal zu deinen fragen: nein unfallversicherung habe ich keine, Familie besteht auch nur aus eltern und geschwistern... ich rede gerne in beispielen daher das nächste: nehmen wir an ich gehe eine route sturzfrei im nachstieg (egal wie weit die sicherungen jetzt auseinanderliegen). warum sollte ich die gleiche route jetzt nicht auch im vorstieg meistern (egal wie weit die sicherungen auseinanderliegen). ganz einfach: weil die angst kommt. diese angst sehe ich als äußerst überflüssig an, da sie mein tun und handeln sinnlos einschränkt. und das kann ich nicht zulassen! also wird daran gearbeitet, bis der mut größer ist als die angst, und siehe da mit mehr routine kommt auch mehr vertauen, mehr mut und weniger angst. sicherlich ist es sehr beruhigend wenn mann am limit klettert gut abgesichert zu sein, aber wer ist schon auf die idee gekommen in eine 3+ alle 1-2m einen haken zu setzen. (außer in hallen oder klettergärten). und wenn man jetzt sicherheit groß schreibt muß man auch in einer 1 oder 2 alle paar meter haken fordern! und jetzt noch eine frage: es gibt doch tausende (millionen?) routen auf dieser erde, warum kann man denn nicht dem nervenstarken seine 20m-3-haken-8+ lassen und sich eine der anderen 20m-15-haken-8+ vornehmen. oder ist der routen-neid jetzt schon so groß. jeder hat eben seine eigenen lebensauffassung. no risk-no fun if life is boring-set it on fire und 6m hakenabstand sind einfach bedeutend mehr nervenkitzel als 2m... ich denke das ganze problem ergibt sich letztendlich aus der uiaa-scala (und deren abwandlungen) wenn man einer route nebem der klettertechnischen bewertung eine absicherungs-bewertung gibt, würde auch keiner auf die idee kommen weiter haken zu setzen. aber ich bin gerne bereit weiter dazu zu lernen und eure meinung zu hören. und den sicherheitsgedanken kann ich durchaus respektieren. |
|
|
20.08.2002
|
Ganz meine Meinung Arwed!Wie sollen Touren wie Big Wall oder George Foreman an der Pottensteiner denn aussehen, wenn die im Supersicherheitsmodus nachgerüstet werden: braucht man dann 30 oder 35 Pärchen um sie zu klettern, oder muss man dann zwingend in der Mitte der Wand Stand machen? Ausserdem scheint die Diskussion hier sich langsam etwas sehr weit von der Realität zu entfernen. Was ist denn an einem weiten Sturz schlimm, wenn genügend Platz zum Fallen da ist und bei entsprechender Kletterlänge auch schon genügend Seil ausgegeben ist, um ihn entsprechend "weich" zu machen? Hier scheinen manche den Unterschied zwischen objektiver Gefahr und subjektiver Angst vor Fallen zu ignorieren! Dynamisch Sichern heißt die Devise! Schon klar: wenn ich in einer 5 Meter hohen Quacke den ersten Haken knapp über'm Boden setze, dann muss zwangsweise der zweite und auch der dritte bald darauf folgen um eien Grounder zu verhindern. Wer sowas mag, der kann sich solche Felsen ja entsprechend erschliessen. Das Zunageln alter bestehender Wege sollte meiner Meinung aber unterbleiben. Ich denke auch, dass sich die Gemüter weniger erhitzt hätten, wenn Nachrüstaktionen zur "Erhöhung der Sicherheit" mit Ziel und Plan erfolgen würden: gegen einen Haken an einer wirklich gefährlichen Stelle haben wahrscheinlich die wenigsten Kletterer was, solange es sich bei der Tour nicht um einen Ultraklassiker handelt. Damit hat das Versilbern von Routen mit Haken im Meterabstand allerdings herzlich wenig zu tun! |
|
|
22.08.2002
|
danke rocko aber jetzt noch mal zu dir harry und deinem formel 1 geschenk: niemand hat etwas gegen Fangzäune, Feuerlöscher, Notfallteam vor ort. aber wo fahren die jungs? auf künstlichen rennpisten! oder in monaco! doch dort wird anschließend wieder alles ZURÜCKGEBAUT! arwed |
|
|
29.08.2002
|
hallo arwed, besser spät, als nie. also raus mit dem ganzen hakenzeug aus den wänden nachdem man darin unterwegs war. stellst du dir die sache so vor? nein, natürlich nicht, wäre ja unsinnig. also sollen sie drin bleiben die guten silberlinge und uns helfen wenn wir fallen, dazu sind sie ja schließlich auch da. so ein klitzekleines stahlding kann manchmal ganz gut sein, sieht man auch kaum in der wand. und ich finde, die wand wird durch die anwesenheit eines solchen auch in keiner weise verschandelt, zumindest nicht mehr als durch die magnesiaspuren.ergo werden auch einige kleine helfer mehr die wand nicht verschandeln. und benützen muß sie im prinzip keiner. man könnte sich auch nur jeden 2. punkt ansteuern, wenn man einen besonderen kick braucht, aber wer macht das schon? stell dir vor du bist eines tages besonders mutig und klinkst erst den 2.haken so in 9 meter höhe. schaffst du es, bist du ein held, schaffst du es nicht, so schaut die sache anders aus. aber über eine gute unfallversicherung haben wir schon gesprochen. riskier nicht soviel! stell dir vor, die flexer und sheriffs machen dir im krankenhaus ihre aufwartung, vielleicht mit einem blumenstrauß in der hand. oder es kommt gar keiner und du fragst dich warum und ob das alles hat so sein müssen. der klettersport verzeiht sehr wenig fehler und ein leben dauert lang. fazit: die ehre sucht nur der, der keine hat. ciao harry |
|
|
30.08.2002
|
ehre...heldentum...von was redest du...und ob jemand ans krankenhausbett kommt oder ne tafel an den fels schraubt...wenn du letzteren gedanken schaffst zu verdrängen und die ganzen anderen... wie was mit deiner familie passiert und deinen kindern...dann wirst du es auch irgendwann schaffen den zweiten haken in 9m zu klinken...den ersten in 5m höhe (da fällt man von den füßen gerechnet gerade mal 3 m) und den zweiten erreicht man wohl bei Fußhöhe 7m, macht Hüfthöhe 8m macht mit seildehnung und einem vernünftigen partner gerade so keinen grounder...alpinisten sehen da eigentlich keine größere problematik... wenn ich equipment kaufe gibts immer den netten beipackzettel..."wenn sie diesem produkt nicht vertrauen verwenden sie es bitte nicht"...könnte man auch auf routen anwenden..."wenn sie der absicherung dieser route nicht vertrauen dann klettern sie sie bitte nicht" ...und damit du heute noch ruhig schlafen kannst geh ich jetzt gefahrlos in der halle bouldern... arwed |
|
|
03.09.2002
|
Booms (crindael6@tiscali.be) am 09/02/02:ein anderer aspekt an dieser diskussion erscheint mir folgender: Wichtig beim erschliessen von Neutouren aber auch beim sanieren von bestehenden Routen, erscheint mir, vielmehr als die anzahl der haken, die gute plazierung derer. So oft habe ich in der Frankenjura erlebt, wie der kleine Mitmensch unter uns waghalsig von Band oder Absatz den guten Henkel verlassend in die kleingriffige Welt anstieg um den ersten oder auch jeden anderen Haken einzuhaengen.Meiner ansicht nach ist dies ein grosser Teil des Problems, denn wenn man/frau an der persoenlichen Leistungsgrenze klettert sollte nur diese darueber entscheiden, ob ich eine route klettern kann oder nicht. Wenn ich Vertrauen darin haben kann, das in jeder x-beliebigen Tour die Haken so gebohrt sind, das ich sie gefahrlos, das heisst vom guten henkel oder grossen Band aus einhaengen kann, so wie auch die grossgewachsenen Kletterer unter uns (ich bin auch so einer),dann kann ich auch gerne einige meter vom letzten Haken wegklettern.Das ganze erfordert natuerlich mehr Arbeit, man muss halt beim einbohren daran denken: Nein, nicht am ausgestreckten Arm sondern am Ellebogen bohren(das sind gute 30 centimeter tiefer). Ein gutes Beispiel ist der erste Haken von Sultan of Swing in der gruenen Hoelle, mir macht es echt nichts aus um die ersten fuenf meter hochzusteigen, um dann von Henkel und Band aus den ersten einzuhaengen, aber ihr haettet den Angstschweiss sehen sollen, von den beiden kleinen, aber starken Frauen, dem kleinwuechsigen 8ter kletterer, der laut fluchend aufgab, aber auch der kleine Japaner, der ,der nachher Nice Boys geklettert hat, hat fuenfmal angesetzt,und die japanischen Flueche kann ich nicht uebersetzen. Ich denke, das viele dazwischengebohrte haken haetten vermieden werden koennen, wenn wir daran denken wuerden. Christian Booms, hat schon viele Haken falsch gesetzt,aber er lernt. |
|
[36] Mama 09.08.2002
|
Hallo,ich bin Udo. Zunächst zu meiner Person. Nach meiner Geburt haben die Ärzte festgestellt, daß mein Großhirn nicht funktioniert. Mein Kleinhirn und das Rückenmark funktionieren aber einwandfrei, dadurch werde ich zwar ein normales Leben führen können, essen, trinken, im Internet surfen und Kommentare schreiben, aber ich werde sehr wahrscheinlich ein Arschloch, haben die Ärzte damals prophezeit. Außerdem bin ich wahrscheinlich nicht in der Lage ein vernünftiges Gespräch mit anderen zu führen. Nachdem ich herangewachsen war, hat meine Mama festgestellt, daß ich tatsächlich ein riesen Arsch bin und hat nach einer Gruppe Gleichgesinnter ausschau gehalten. Nachdem wir einiges ausprobiert haben hat sie mich zum Klettern geschickt. Meine Mama ist eine kluge Frau. Vor einiger Zeit war ich an einem Felsen in der Fränkischen klettern. An dem Felsen war, wie bei fast allen Felsen im FJ, eine Absicherung vorzufinden, die meinen Ansprüchen überhaupt nicht gerecht wird. Selbst an Stellen, die perfekt mit Keilen, Friends oder Schlingen abzusichern waren, haben aggressiv blitzende Bohrhaken die Route verschandelt. Alle die so etwas machen, haben überhaupt keine Ahnung und müssen bekehrt werden und vom richtigen Klettern überzeugt werden. Meine Mama sagt aber immer: "Udo, das sind genau solche Arschlöcher wie Du, die werden das nicht begreifen". Meine Mama ist so klug. Von meinem ersparten hab ich mir aber trotzdem eine Akkuflex gekauft und passe nun alle Routen meinen Ansprüchen an. Ich habe quasi keine Kosten und Mühen gescheut. Die anderen Kletterer sind mir egal. Das sind ja eh nur Arschlöcher, außerdem haben die eh keine Ahnung, ich dagegen hab die klügste Mama der Welt. So hab ich dann an dem Felsen die Arbeit auf mich genommen und auf eine vernünftige Absicherung nachsaniert. Als ich gerade fertig war sind Volker und Nicole gekommen. Die beiden haben null Ahnung was eine vernünftige Absicherung ist und außerdem tragen sie mittlerweile Halfter in denen eine Hilti steckt und um die ganze Hüfte sind Salewahaken zum nachladen. Die beiden haben dann mein Werk wieder zerstört und der Fels sah aus, wie das Gebiß eine 14-jährigen Teenagers. "Die beiden sind nun wirklich noch größere Arschlöcher als ich" dachte ich mir. Plötzlich kam Bernhard den Weg hoch. Bernhard und ich verstehn uns prächtig. Er wollte eh mal meine neue Flex testen, da hat er sich kurzerhand über die Routen abgelassen und hinterließ nur noch ein paar Bühler. Da er noch besser Selbstsicherungen legen kann und auch viel besser klettert als ich braucht er die Dinger natürlich noch weniger. Wie es der Zufall so will, kam dann auch noch Jo den weiten Weg aus B. Er trägt zwei Hiltis an seinem Halfter und zwei Gurte über die Schultern voll mit Bühlern. Mit seinem Zombrero sieht er damit immer aus, wie ein Mexikanischer Pistolero. In Windeseile hat er dem kompletten Felsen versilbert, so daß Bernhard und ich unsere Sonnenbrillen ausetzen mußten, weil die Sonne in den Haken so stark reflektiert wurde. Bernhard und ich wollten gerade ein Kellerbier trinken gehen, da ist Stefan gekommen. Wortlos ging er zu den anderen hin und haute einem nach dem anderen eine in die Fresse. Wir lachten und haben ihn dann auf ein Kellerbier eingeladen, vorher haben wir aber erst alles wieder rausgeflext. Als ich irgendwann daheim war und mich nach Zecken abgesucht hab, hab ich in meinem Bauchnabel einen kleinen Schalter gefunden, ohne lange nachzudenken hab ich ihn betätigt. Daraufhin ist ein kleines Display erschienen "Brain boot process in progress" nach einer Weile wurde es hinter meinen Augen und zwischen den Ohren warm. "Mein Großhirn funktioniert" wurde mir plötzlich klar! "Was mach ich nun mit dem Hirn?" dachte ich mir. "Worüber denke ich nach, um es mal auszuprobieren?" Ich hab mir einfach mal meine Gedanken gemacht welche folgen mein Handeln und das von den anderen Arschlöchern haben könnte. Wahrscheinlich kommt irgendwann ein Naturschützer an dem Felsen vorbei und ist entsetzt über diese Art der Alteisenentsorgung, er ruft andere Naturschützer zusammen und diese sperren dann zusammen mit den Behörden den ganzen Felsen. Dabei stellen sie fest, daß die Kletterer alle Arschlöcher sind und sich überhaupt nicht einig sind wie man mit den Felsen und umgeht, auch nicht wie und wo man Bühler setzen darf. Dies nutzen sie um alle Felsen zu sperren. Bernhard überlegt sich, ob er in der neuen Auflage seines Führers nur die Felsen aufführt, an denen das Klettern offiziell noch erlaubt ist, aber wer kauft sich einen Führer, der nur 6 Seiten hat, oder ob er jeden Felsen mit dem Hinweis versieht "Ganzjährig wegen Arschlöchern gesperrt" Dieser Gedanke war schrecklich für mich und ich ging zu meiner Mama. Die saß in der Küche und unterhielt sich grade mit Peter, als er mich sah dachte er sich, "Scheiße gerade jetzt kommt dieses Arschloch daher." und verabschiedete sich mit den Worten "I geh Klettern". Nachdem er ging schilderte ich meiner Mama was passiert war. Sie war sehr glücklich, daß endlich mein Großhirn seine Arbeit aufgenommen hat. Und schlug vor: "Warum könnt Ihr nicht einfac |
|
|
09.08.2002
|
"Warum könnt Ihr nicht einfach klettern gehen, ohne Euch dabei gegenseitig auf den Sack zu gehen? Früher hat das doch auch funktioniert. Da hat man das so gehalten. Bevor Du was rausflext solltest Du vorher abklären, ob es wirklich im Sinne der Mehrheit ist. Bevor Du was dazubohrst, frag beim Erstbegeher nach, ob der nun ein Recht darauf hat, oder nicht. Es bringt niemanden was, wenn der das Zeug wieder rausflext. Wenn er was dagegen hat, geh wo anders klettern, verlängere die Schlingen, kletter Toprope. Wenn Du sanierst, dann ersetz nur das, was vorher da war, so daß die Tour wieder in dem Zustand ist, in dem sie erstbegangen wurde. Freiklettern," sie sagt immer Freiklettern nicht Sportklettern, weil für sie mehr dazu gehört als nur an Griffen zu zerren "hat doch was von Freiheit und Freiheit leben heißt auch, die Freiheit anderer zu respektieren und nicht einzuschränken. Respekt und Rücksicht, ganz egal welche Interessen man selbst vertritt, gehören dazu." Mit meinem neuen Großhirn hab ich über das nachgedacht, was meine Mama sagte. Sie ist wirklich eine kluge Frau. Mir ist auch nachdem ich lange nachgedacht hab nichts besseres eingefallen. Fällt Euch was ein? PS: Bevor Ihr antwortet, schaut doch mal in Eurem Bauchnabel nach. Vielleicht ist da ein kleiner Schalter. Drückt einfach mal drauf und schaut was passiert... PPS: Sorry Peter, daß ich Dich bei Climbing.de so angemacht hab. Mir war der Inhalt dieses Forums damals noch nicht bekannt. Ich kann nun verstehen, was Dich zu Deinem Kommentar bewegt hat. Ist der Hammer, was hier abgeht. PPS: Ich bin nicht der Udo Kempf von weiter unten. |
|
|
09.08.2002
|
Hallo, ich bin Markus.Und ich find da hat Udo einen sehr gelungenen Beitrag geschrieben und das ganze so ziemlich auf den Punkt gebracht. Geht klettern und bevor Ihr Routen verändern wollt, sprecht mit den Erstbegehern oder der IG. So und jetzt bitte alle einfach nur mal so klettern gehen, ohne "Akkuzeug". Markus |
|
|
09.08.2002
|
Juhuuu! Gail! Mehr! | |
|
10.08.2002
|
Nette Story, erlaube mir trotzdem anzumerken, dass die Problematik nicht mit einem "wilden Ausflexen" begann, wie man hier meinen könnte, sondern eher | |